Beiträge von Königsbau

    An den Höhenpark Killesberg habe ich schöne Erinnerungen. Im Jahr 1993 fand dort die wundervolle IGA statt, in diesem Rahmen traten wir mit unserem Chor auf der Freilichtbühne auf. Es gab sogar eine Sesselbahn, mit der man über den Park schweben konnte. Und dann war da noch die Messe, die ich öfter mit Freunden besucht habe, von dort habe ich auch meinen ersten Computer mit nach Hause gebracht.

    In Deutschland gab es eben massive Eingemeindungen wie beim Groß-Hamburg-Gesetz, im Ausland hätte man wohl überwiegend die alten Strukturen beibehalten, dann hätte Hamburg auch nur einen Bruchteil seiner heutigen Einwohnerzahl.

    Oh ja, das gilt erst recht für Stuttgart. Über 600.000 Einwohner? Ohne die ganzen Eingemeindungen wären es allenfalls 300.000. Stuttgart macht sich viel größer als es ist, auch in der Fläche. Die Kernstadt umfasst vielleicht 1/3 des heutigen Stadtgebiets, alles andere sind ehemalige Vororte.

    So ein Unsinn ist typisch für unsere Gegenwart.

    Alles was sich irgendwie symbolisch eignet muss herhalten für Schnapsideen des politischen Aktivismus. Schrecklich trivial, genauso wie die Gedankenwelt der Leute, die auf solche Ideen kommen.

    In der heutigen Zeit wird eben alles auf den Kopf gestellt. In Politik und Gesellschaft wie in der Architektur. Dass ein rekonstruiertes Altstadthaus das Ensemble an Nachkriegsprovisorien beeinträchtigt, diese Argumentation muss man sich erstmal setzen lassen, und auch dann fällt einem dazu nichts mehr ein. Lasst Nürnberg halt seinen muffigen Wiederaufbau zelebrieren, historische Aufwertung ist in dieser Stadt ja wohl nicht erwünscht. Lieber mal wieder Straßburg besuchen.

    giulio, alles richtig, ich sehe das genauso. Wie gesagt, viel Auswahl hat man als liberal-konservativer Leser nicht. Tichy und Achgut sind halt keine klassischen Nachrichtenseiten sondern eher politische Blogs (die mir auch nicht immer guttun, weil man immer nur erfährt was alles in Deutschland schiefläuft). Die Welt bringt zwar auch einigen Stuss, aber doch auch so manchen guten Artikel gegen den Mainstream. Für ein Abo reicht mir das aber nicht aus. Ansonsten lese ich eben die Stuttgarter Lokalpresse, die leider auch nicht ohne das typische Zeitgeist-Framing auskommt.

    Liverpool verliert Status als Weltkulturerbe

    "Die britische Küstenstadt Liverpool hat ihren Status als Unesco-Weltkulturerbe verloren, meldet 24matins.de. Der außergewöhnliche Wert des historischen Hafengebiets in der Stadt werde durch zahlreiche Bauprojekte beschädigt, habe die UN-Kulturorganisation am Mittwoch mitgeteilt. Das Unesco-Komitee habe mit 13 zu fünf Stimmen für den Entzug des Welterbetitels gestimmt.

    Die britische Regierung soll sich “extrem enttäuscht“ über die Entscheidung der Unesco gezeigt haben. Liverpool hätte den Status als Welterbe wegen der “bedeutenden geschichtlichen Rolle der historischen Hafenanlagen und der Stadt im Allgemeinen“ weiterhin verdient, habe eine Regierungssprecherin erklärt.

    Die historischen Hafenanlagen in Liverpool wurden 2004 in die Welterbeliste aufgenommen. 2012 seien sie wegen reger Bautätigkeiten aber als gefährdete Stätte eingestuft worden. Geplant sei unter anderem der Bau eines neuen Stadions für den Fußballklub FC Everton. Dieses Vorhaben sei “das jüngste Beispiel für ein Großprojekt“, das unvereinbar sei mit den Zielen der Unesco, habe das Komitee am Mittwoch erklärt.

    Liverpool soll die dritte Stätte sein, die seit Bestehen der Welterbekonvention von der Unesco-Liste gestrichen worden ist. 2007 sei einem Wildschutzgebiet der seltenen Oryx-Antilope im Oman der Titel aberkannt worden und wegen des Baus der Waldschlösschenbrücke verlor das Dresdner Elbtal 2009 seinen Status als Unesco-Welterbe."


    Tja, sowas passiert, wenn man meint, historische Ensembles mit "modernen" Bauprojekten bereichern zu müssen. Dann darf man sich hinterher aber auch nicht beklagen.

    Bei Google News kannst du Quellen ausblenden. Ich verwende das Portal auch nur wegen dieser Option, Artikel von taz, SZ & Co. bekomme ich somit gar nicht erst zu Gesicht, und das empfinde ich als sehr angenehm. Man könnte behaupten, somit sucht sich jeder seine persönliche Filterblase aus, aber warum auch nicht? Ich möchte meine persönliche Meinung auch ein Stück weit wiederfinden in den Artikeln, die ich lese. Und da wird die Auswahl ohnehin schon recht übersichtlich.

    Heimdall du hast im Prinzip schon recht, aber ich denke da eben an die Reichweite der taz. Wer liest diese Artikel? Doch nur ein überschaubarer Kreis von Lesern, die weltanschaulich aus der gleichen Ecke kommen (linksgrüne Fundis). Die taz veröffentlicht solche Artikel ja nur, um im Blätterwald irgendwie Aufmerksamkeit zu erregen, man könnte auch sagen, um zu zeigen dass es sie noch gibt. Wirklich relevante Zeitungen lassen sich auf dieses inhaltliche Niveau nicht herab. Daher sollte man sowas mit einer entsprechenden Gelassenheit betrachten. Und ohnehin gilt, nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern.

    Das "Olgaeck" ist die Kreuzung zwischen der stadtauswärts führenden Charlottenstraße und der Olgastraße, hier auf einer Abbildung von 1927. Das markante Gebäude im Bildmittelpunkt aus dem Jahr 1902 existiert noch heute. Auch die Straßenbahn bzw. Stadtbahn verkehrt noch immer auf der (heute allerdings doppelt so breiten) Charlottenstraße.


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