Beiträge von Zeno

    Grauenhaft, einfach nur grauenhaft. Grauer, eiskalter Beton.

    Der Versuch klassischer Bauten

    Das Haus auf dem Bild nach diesen Worten ist von vor 1980. Damals hat man noch vernünftig gebaut (was nicht bedeutet, dass dieses Haus eine Schönheit ist, man hat es aber später noch mehr verunstaltet). Da war doch der Woolworth drin? Ach, ich weiß es schon gar nicht mehr, alles ändert sich ständig.


    Westlich davon, Bahnhofstraße, Sedelhofgasse, Deutschhausgasse, das alles ist, außer dem Horten äh Kaufhof äh Galeria (oder wie heißt es im Moment gerade?), der schon ein bisschen länger dasteht, neu, nach 1980 gebaut, meinen Augen fremd, und all die Male, die ich es schon gesehen habe, fremd geblieben.


    Als ich das letzte Mal in der Sedelhofgasse war, haben die Jahreszahlen noch mit "19" angefangen. Und die dortige Belanglosigkeit war erträglich. Aber was jetzt dort steht, wo Einsteins Geburtshaus war, ist nur noch abstoßend.


    Ich kenne noch das alte Ulm, die Hirschstraße, wie sie früher war, die Bahnhofstraße, wie sie früher war. Und vieles andere in der Altstadt, wie es früher war. Aber selbst damals war Ulm schon keine Schönheit mehr. Die Hauptstadt des Nebelreichs war schon immer kalt.

    In Bad Windsheim hat man es tatsächlich fertiggebracht, die ganze Stadtbefestigung verschwinden zu lassen. Nur ein Stumpf eines Turmes, heute denkbar unscheinbar, ist übriggeblieben. Dass Windsheim, eine Stadt mit guterhaltener Altstadt, die über eine ungewöhnlich hohe Zahl an sehr alten Häusern verfügt, keine Stadtbefestigung mehr hat, ist eine große Enttäuschung.


    Wir sehen hier, zuerst von SO nach NW, dann von NW nach SO, eine angesäte, bepflanzte Fläche in einem Garten. Ihr Unterbau, man muss ihn mehr erahnen als dass man ihn sehen kann, ist nicht weniger als der Rest der Stadtbefestigung der ehemals Freien Reichsstadt Bad Windsheim. Nur das ist übrigegeblieben...


    Bild 7723

    Ze-7723.jpg


    Bild 7724

    Ze-7724.jpg

    https://de.m.wikipedia.org/wik…rungen_N%C3%BCrnbergs.jpg zeigt, dass (kurz) vor dem Krieg das Haus Nr. 12 bereits das große war, das heute noch steht. Die Hausnummern wurden nicht verändert, jedenfalls nicht in der Weise, dass die damalige Nr. 12 weiter östlich gewesen wäre als die heutige. Wenn das Bild den Zustand von kurz vor dem Krieg zeigt, kann es nicht von der Klaragasse sein.

    Der Stadtplan von 1945 zeigt die Nr. 12 noch als eigenständige Parzelle, aber ohne Hausnummer.

    https://de.m.wikipedia.org/wik…rungen_N%C3%BCrnbergs.jpg (älter als 19.02.45) aber nicht. Da gibt es keine Nr. 12; dieser Bereich ist Teil der großen Parzelle mit "Hallplatz 21".

    Diesem Haus samt Dach gebe ich mindestens 400 Jahre.

    Es wäre nicht das erste Mal. Die ältesten Häuser haben oft in der Denkmalliste gefehlt. Manchmal sind sie auch später wieder von der Liste gestrichen worden. Häuser des 14. und 15. Jahrhunderts waren nicht selten mit "18. Jh." beschrieben und nach einer Untersuchung hat sich dann herausgestellt, wie alt sie wirklich sind. 13hundertsoundsoviel.

    Die Aufnahme in die Denkmalliste ist oft wohl nur nach Augenschein gemacht worden. Kein Wunder, dass die ältesten Häuser, nicht selten seit der Stadtgründung dastehend und damit hochwertige Zeugnisse der Stadt- und Siedlungsgeschichte, es nicht in die Liste geschafft haben, weil sie in den letzten 700 Jahren instandgehalten wurden und man ihnen das Alter demzufolge nicht immer auf den ersten Blick ansieht.

    Dann hat es sich der Bauherr halt anders überlegt. Oder der Denkmalschutz. Jedenfalls stehen beide Altbauten noch und sind mehr oder weniger saniert.

    Die Nr. 3 sollte laut Wikipedia-Baudenkmäler abgerissen werden (?)

    Nicht alles glauben, was in der Wikipedia drinsteht.


    Ich vermute folgendes: die Information ist überholt. Dass Steinweg 3 nicht geschützt wäre, wird wenige Zeilen später widerlegt.

    von der entgegengesetzten Seite sieht das ganze so fürchterlich aus, dass ich es beim besten Willen nicht fotografieren wollte

    Und weil man es gegen die Sonne ablichten müsste und die Kulturhalle sowieso nicht auf's Bild passt. Die dortige 70er-Jahre-Bebauung war altstadtgemäß, um die ist es schade. Klar, damals hat man ja noch angepasst gebaut.

    Die Post sieht aber zumindest schon ganz toll renoviert aus, wenn auch ungewohnt so

    Genau das ich auch mein Eindruck.



    Pfarrgasse 3 ist renoviert worden. Das hat mir schon sehr nach Abbruch ausgesehen.

    Diesen Ort finde ich im Gegensatz zu Dingolfing heimelig-gemütlich

    Bei mir genau andersrum. In Dingolfing fühle ich mich viel mehr wohl, weil es da einfach sauber und ordentlich ist. Es gibt in manchen Gegenden, Unterfranken gehört jedenfalls dazu, viele ungepflegte Orte, die ich teilweise als verlottert wahrnehme. Alles ist irgendwie lieblos verkommen, vernachlässigt, verdreckt. Einer dieser Orte liegt ganz nah bei Unterfranken (ca. 1 km entfert): Creglingen, von dem ich gerade eine Galerie abgeliefert habe.

    ein Fachwerkhaus ..., das Jahrzehnte lang leer stand. Das Wohnhaus war Teil eines fränkischen Dreiseit-Hofes. Als wir letztmals dort waren (es mag so etwa um 2005 gewesen sein), war der hintere Gebäudeteil des sehr langen Hauses (auf unserem Bild zur Kirche hin) teilweise eingestürzt. Deshalb befürchte ich, dass das markante Haus inzwischen abgerissen wurde.


    vor ein paar Jahren:


    Bild 7719



    jetzt:


    Bild 7720

    Und zuletzt die Ansichtskartenansicht. Man beachte auf dem ersten Bild das östlich (rechts) anschließende, rosa Gebäude. Es ist von ca. 1975 und ein erstklassig angepasster Neubau!


    Bild 7715

    Hauptstraße


    Bild 7716

    Hauptstraße

    War der Schlosserbuck schon steil, so übertrifft der südliche Teil der Romgasse (zweites Bild) alles. Die Romgasse ist die steilste mir bekannte Straße in einer Altstadt. 28 % Gefälle!!


    Bild 7713

    Romgasse


    Bild 7714

    Romgasse