Beiträge von giulio

    Wir überqueren wieder die Wilhelmstraße und begeben uns von Punkt 5 oben zurück zu Punkt 4.


    An der "Wendeplatte" teilen sich Leonhardstraße und Weberstraße:


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    Die Weberstraße ist ziemlich schmal, die Bebauung nicht besonders attraktiv:


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    Vermutlich ließe sich das im Gegensatz zur Leonhardstraße auch nicht gastronomisch nutzen, es gibt noch ein einziges Etablissement:


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    Der restliche Verlauf:


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    Nach nicht einmal 100 Metern ist die erhaltene Bebauung auch schon wieder vorbei, die Jakobstraße kreuzt (Punkt 6):


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    Von hier aus nach rechts, nach einer einzigen Häuserzeile haben wir schon die Katharinenstraße erreicht, mit der Feuerwache 1 Süd:


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    Die Kreuzung Jakobstraße - Katharinenstraße wird von zwei schönen Bauten flankiert, die ich als Gründerzeitler (?) einstufen würde:


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    Die schon angesprochene Jakobschule direkt gegenüber:


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    Daneben das auch schon oben verlinkte Marienheim:


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    Gegenüberliegende Seite der Katharinenstraße:


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    Und schon sind wir am Ende angekommen, Blick auf die Eckbebauung zum Wilhelmsplatz:


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    Insgesamt also ein recht kleines Areal, die Leonhardstraße könnte sicherlich gastronomisch genutzt werden, ein kleiner Abschnitt der Weberstraße ebenso. Aber wie gesagt, schon allein "mangels Masse" wird das keinen spürbaren Einfluß auf die Innenstadt haben.

    Inzwischen gibt es wieder einen CDU-Oberbürgermeister, weil sich Linksbündnis (rund 18 %) und der Wunderkandidat aus der Provinz (Marian Schreier), so eine Art schwäbischer Sebastian Kurz, gegenseitig die Stimmen wegnahmen. Was die Grünen konkret bewirkt haben, keine Ahnung, auf dem Platz findet der Wochenmarkt statt, aber ein paar Bänke oder Sträucher sollten schon möglich sein.


    Eckbebauung Innenstadt:



    Verbliebene Pracht:


    Wir haben jetzt Punkt 4 der obigen Karte erreicht, hier blicken wir in die Weberstraße Richtung Innenstadt auf den schwach erkennbaren Tagblatt-Turm:



    Hier gibt es noch letzte Bars, dahinter "normale" Häuser:



    Und die hiesigen Hells Angels haben hier ihren Sitz:



    Zum Ende hin dann etwas Gründerzeit und eine Metzgerei:



    Gleich daneben verläuft parallel eine kleine Gasse:



    Indes sind wir schon am Wilhelmsplatz angekommen, der hier die Hauptstätter Straße kreuzt, wie so oft keine Aufenthaltsqualität, dafür viel Verkehr:



    Die Verkehrsschneise, rechts das Leonhardsviertel:



    Und nochmals der Blick in Richtung Tagblatt-Turm, gleich vor dem Kaufhaus wird das schon mehrfach angesprochene Projekt Vier Giebel realisiert:



    Vor der gezeigten Gasse steht noch eine Häuserreihe mit Gastronomie direkt am Wilhelmsplatz:



    Die Häuser sind ansprechend, die Gastronomie leidet natürlich unter dem Verkehr:



    Der Platz selbst ist einfach eine leere Fläche, es gibt nicht einmal Bänke:


    Blick auf die Kirche:


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    Das frühere dubiose Publikum ist inzwischen verschwunden, ob Kälte oder Corona ...


    Wir begeben uns jetzt zu Punkt 2, das heißt, wir gehen um die Kirche herum und sehen dann auch schon die beiden Hauptprobleme der Innenstadt:


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    ... nämlich extreme Verkehrsschneisen und anspruchslose Bebauung ... erfreulicher ist die Rekonstruktion des Siegle-Hauses als Veranstaltungsort, in einem kleinen Anbau zur Hauptstätter Straße hin ist der Bix-Jazzclub untergebracht (die Hausband spielt aber auch Soul).


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    Blick auf den Leonhardsplatz:


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    Und zurück in Richtung Kirche:


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    Das eigentliche Altstadtviertel beginnt dann gleich hinter dem Siegle-Haus:


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    Wir befinden uns jetzt an Punkt 3, hier gibt es noch alte Bauten, man fühlt sich ein wenig wie in Esslingen oder Tübingen.


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    Rechts sehen wir die Leonhardstraße mit der Weinstube Fröhlich am rechten Bildrand (ja, es gibt auch ganz normale Lokale) und links den sehr kurzen erhaltenen Abschnitt der Jakobstraße mit der Feuerwache 1 im Hintergrund, das sind gerade einmal 60 Meter erhaltene Bebauung, mit schönen Gründerzeitlern als Abschluß zur Katharinenstraße hin:


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    Und hier die "Sündenmeile", die eher kleinstädtisch bieder wirkt:


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    Die Weinstube aus der Nähe:


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    Am südlichen Ende dann mehr Rotlicht:


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    Das war es aber tatsächlich schon mit der Straße, am Ende kommt ein kleiner Platz, an dem die Weberstraße die Leonhardstraße kreuzt, der vermutlich gründerzeitliche Leonhardshof (?), der zur Leonhardstraße eine so simple Fassade zeigt, präsentiert sich mit seiner Stirnseite als äußerst geglückter Akzent mit schöner Gestaltung (Foto kommt später noch).


    Damit sind wir auch schon am Ende des Viertels zu Wilhelmsstraße-/platz hin, die Galerie geht aber natürlich noch weiter.

    Das ist eigentlich eher guter Durchschnitt für die Innenstadt außerhalb von Schloßplatz und unmittelbarer Umgebung.


    Noch wesentlich kälter und unwirtlicher finde ich z. B. den Weg von der Leonhardskirche zum Rathaus mit den Breuninger-Betonbunkern und den grauenhaften Gebäuden daneben an der Rathauspassage, z. B. das inzwischen leerstehende Breitling-Gebäude, siehe hier (sogar mit Bild).


    Und weite Teile der Sophienstraße dürften eine der trostlosesten Fußgängerzonen überhaupt sein:


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    Allein schon die Farben, alles grau, ocker und braun.

    Aufgrund der Diskussion unter Stuttgart (Allgemeines) bin ich gestern mal mit dem Auto nach Stuttgart gefahren, zum ersten Mal seit Jahren nicht mit der Stadtbahn, "3G" sei Dank.


    Im folgenden daher einige Einblicke in das Viertel, eine kleine Übersicht zu Anfang:


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    Natürlich wieder mit Zahlen zur besseren Übersicht, die ich dann im Text kurz erläutere. Einzige Ausnahme und nicht ganz ernst gemeint: Punkt 7 markiert den Standort des Alaturka, des angeblich besten Döner Deutschlands, den sogar ich als nicht Döner-Fan gern weiterempfehlen kann, speziell auch wegen der ausgezeichneten Grillgemüse in der vegetarischen Variante. Damit genug der Schleichwerbung ... die nicht einmal etwas mit dem Viertel zu tun hat.


    Als Autofahrer parke ich natürlich im Züblin-Parkhaus, das inzwischen durch Kunst aufgehübscht wurde:


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    Die Parkebenen sind sehr niedrig (die Betonträger befinden sich in 2 Metern Höhe) und massiv schräg, man kann im Leerlauf herunterrollen und erreicht dabei locker 30 km/h oder mehr. Also nicht wirklich für Büros geeignet ...


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    Blick auf die Katharinenstraße, mit der Jakobschule beginnt ein kurzer Abschnitt mit erhaltener Bebauung:


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    Und in Gegenrichtung Blick auf die Innenstadt:


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    Hier wird man gleich auf das Umfeld eingestimmt, leider wurden auch Kunstwerke übersprüht:


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    Geschafft - hier die namensgebende Kirche:


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    Blick auf das Züblin, in obiger Übersicht Punkt 1:


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    Damit nicht genug, es gibt gleich noch ein weiteres Parkhaus:


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    Die Esslinger Straße führt mit sehr bescheidener Bebauung weiter bis zum Hochhaus am "Charlottenplatz" (eigentlich nur noch eine zweistöckige Kreuzung).


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    Das dortige Bohnenviertel wurde "sensibel saniert", siehe Sensibel saniert: Sanierung im Bohnenviertel - es gibt dort also verputzte Neubauten und auch noch einiges an alter Bausubstanz, wirklich überzeugend finde ich das Ergebnis nicht unbedingt. Aber es ist ein ruhiges und angenehmes Viertel mitten in der Innenstadt.

    Eine ganz tolle Dokumentation mit vielen Fotos und Vergleichsansichten habe ich hier gefunden:


    LEONHARDSVIERTEL I: Geschichte und Rolle in der Stadt


    Einen Verein gibt es auch: Leonhardsvorstadt


    Generell wäre es natürlich sehr wünschenswert, wenn sich das Viertel wandeln würde, mit der Weberstraße und der kurzen Jakobstraße gibt es ja noch zwei weitere "Gassen" mit historischer Bebauung, auch die Katharinenstraße mit dem Marienheim ist auf diesem kurzen Abschnitt durchaus attraktiv, da gibts aber durchaus auch schon jetzt gehobene Gastronomie.

    Das "Rotlichtviertel" ist aber winzigst, die Leonhardstraße ist gerade einmal 100 Meter lang, rundherum gibt es sowieso schon "normale" Restaurants in Richtung Wilhelmplatz und Katharinenstraße, gleich daneben verläuft die riesige Schneise der Hauptstätter Straße, die das Viertel zur Innenstadt hin abriegelt (praktischerweise liegen Polizeirevier 1 und Amt für öffentliche Ordnung gleich gegenüber ...).


    Und der weltweit gutbürgerlichste Ableger der Hells Angels hat dort auch seinen Sitz, siehe Lutz Schelhorn lädt Thomas Strobl zu sich nach Hause ein


    Es wäre natürlich schon, wenn sich dort ein familientaugliches Gastronomieangebot etablieren könnte, mit dem Siegle-Haus und Bix-Jazzclub gibt es immerhin schon attraktive Veranstaltungsorte. Wirklich viel wird das städtebaulich aber allein schon mangels Masse nicht bewirken können.

    Oder ist das eine idealisierte Vorstellung von heute, die ich allerdings aus meinem laienhaften Dafürhalten auch als authentisch wahrnehme, wie es sein hätte können?

    Ja, natürlich, das ist die ganz normale pragmatische Vorgehensweise der "polnischen Schule", man sucht sich einen früheren Bauzustand aus (idealerweise natürlich einen, der "polnisch" aussieht), und der wird dann optimiert oder es entsteht einfach ein Phantasiegebäude, das man für echt halten könnte.


    Dadurch entstehen dann Ensembles, die es niemals gab, aber ehrlich gesagt viel besser und harmonischer aussehen als das Original.


    Exkurs:


    Wobei "Original" natürlich in vielen Fällen ein reines Konstrukt ist, man schaue sich mal die Danziger Langgasse 62 bis 66 nach und vor 1935 an (das "Original" war die Flachdachvariante, wobei die sicherlich auf irgendwelche Aufstockungen zurückgehen):


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    Hier wurde ganz extrem "purifiziert" und vereinheitlicht, im vorliegenden Fall durch Bruno und Heinz Bahr, das Ergebnis war hier positiv, in vielen Fällen schoß man gigantisch über das Ziel hinaus und ließ nur noch recht minimalistische Fassaden übrig.


    Beispiel Neues Schöffenhaus rechts neben dem Artushof vor dem Großen Stadtumbau der 1930er Jahre:


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    Danach mit minimalistischer Fassade:


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    Heute - so gut sah es nie in seiner Geschichte aus:


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    Diese plastische Fassade gab es nie zuvor, diese Aussage stammt von einem der leitenden Denkmalpfleger der Vorkriegszeit, den Namen habe ich aber gerade nicht parat. Und wie schon anhand der Danziger Wassertore gezeigt - abgesehen vom relativ schwach modifizierten Grünen Tor sieht praktisch kein einziges Gebäude genauso wie das Original aus, inkl. der Sternwarte.


    arch.pictures/forum/index.php?thread/8725/

    Zu Strehlen und dem Rathausprojekt gibt es sogar Einträge in der Wikipedia:


    Strehlen - hier gibt es sogar eine Teilaufnahme des Stadtzentrums mit "aufgelockerter Wohnbebauung aus den 70er Jahren" - wie fast immer wurden also irgendwelche Platten- und Zeilenbauten auf die Grüne Wiese gesetzt, auch das Rathausprojekt hat eine eigene Seite


    Im Buch "Schlesien aus der Luft" von 2003 habe ich ein Foto gefunden und gescannt, Aufnahmedatum ist Sommer 2000, der Turm ist ziemlich genau in der Mitte, der eckige Stumpf auf der Wiese:


    Bei Fernbahnhöfen finde ich das Englische mehr als angemessen, auch wenn ich dank Internet dann doch recht schnell hinter die Bedeutung von Haltestellen wie z. B. Śródmieście und Główny gekommen bin.


    OT In Tschechien ist die Kommunikation mit dem Bahnpersonal weitgehend unmöglich, in Polen sehr viel besser. Hat noch jemand diesen Eindruck?

    Im Forumsbereich zu Baden-Württemberg möchte ich gern einige der schönsten Orte an der Kinzigtalbahn vorstellen, die meines Erachtens neben der Murgtalbahn von Rastatt nach Freudenstadt die reizvollste Bahnstrecke durch den Schwarzwald darstellt.


    Landschaftlich ist die Murgtalbahn sicherlich spektakulärer, das Tal ist oft sehr schmal eingeschnitten und man fährt in den legendären Zweisystem-Wagen (ausgerüstet für Straßenbahn- und Eisenbahnbetrieb) der Stadtbahn Karlsruhe oft praktisch mitten durch die Natur, es gibt sogar Haltestellen für Wanderer. Architektonisch sind die Orte an der Bahn mit Ausnahme von Rastatt und Freudenstadt aber nicht so spannend, allenfalls Gernsbach lohnt meines Erachtens einen Aufenthalt (oder gibt es Geheimtips - zumindest mit Bahn oder Auto fand ich kaum etwas sehenswertes).


    Der Begriff "Kinzigtalbahn" bezeichnet in meinem Sinne den Streckenabschnitt von Freudenstadt bis Offenburg und besteht eigentlich aus:

    • einem Teilabschnitt der Gäubahn von Eutingen im Gäu nach Schiltach (über Freudenstadt) - eine recht nette und sehr langsam befahrene Nebenstrecke, auf der sich der zuvor recht flotte Regionalexpress von Stuttgart (extrem sehenwert: die große Panorama-Schleife um den Stuttgarter Talkessel herum hoch nach Österfeld) nach Freudenstadt in eine gemütliche Bummelbahn verwandelt, die selbst in kleinsten Orten hält
    • der Bahnstrecke Hausach-Schiltach
    • und dem Endstück der Badischen Schwarzwaldbahn von Singen nach Offenburg, diese mündet in Hausach ein und danach geht es auch deutlich flotter voran (natürlich ist diese Bahn auch sehr reizvoll, vor allem der spektakuläre Abschnitt rund um Triberg)

    Befahren wird die Strecke von der SWEG, die hier die ganz klassischen Stadler Regio-Shuttle einsetzt, angetrieben durch Dieselmotoren und im Gegensatz zu den meisten Fahrzeugen der Stadtbahn Karlsruhe mit sehr komfortablen Sitzen.


    Sicherlich läßt sich die Strecke auch mit dem Auto befahren, aber mit dem Schienenbus ist es wesentlich entspannter und man hat teilweise aufgrund der Streckenführung in Hanglage auch eine bessere Aussicht.


    Hier ein Überblick über die U-förmige Strecke:


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    Zuerst führt die 1862 beschlossene Sommeraulinie nach Süden an Württemberg vorbei, es handelt sich um den einzigen Abschnitt, der nicht an der Kinzig liegt (siehe auch Schiltach (Galerie) - Bahnpunkt Schiltach) - und entsprechend hat man bei der Fahrt mit dem Schienenbus hinter Freudenstadt erst einmal Walddurchfahrten, bevor es dann direkt ins Kinzigtal geht.


    Bis Hausach geht es recht gemütlich zu, das Tal ist teilweise relativ schmal und entspricht den Vorstellungen des Schwarzwalds, hinter Hausach wird das Tal breiter, der Schienenbus fährt dann auch deutlich schneller, bevor im letzten Abschnitt um Gengenbach herum das Tal sehr breit und die Hügel ziemlich niedrig werden und das ganze Ambiente mit den ersten Weinbergen eher südländisch anmutet, eben das klassische "Weinland Baden".


    Als kleine Abstecher habe ich noch das Schwarzwaldmuseum Gutach (Punkt 5) und das sehr reizvolle Zell am Harmersbach (Punkt 6) vorgesehen, auch wenn man hierfür einige Minuten mit anderen Bahnen fahren muß.


    Einen kurzen Überblick über die Orte gibt es dann in einem weiteren Beitrag, eine erste Mini-Galerie gibt es ja schon: Schiltach (Galerie) - Bahnpunkt Schiltach

    Wie schon oben zu sehen, endet die Bahnlinie schon vor der Straße, hinter der Straße kommt der zugemauerte Tunneleingang:



    Hier die östlich davon verlaufende Brücke für Fußgänger und Radfahrer:



    Am Bahnpunkt selbst gibt es nicht viel zu sehen, es gibt einen großen Parkplatz und ein Hinweisschild:



    Auch die befahrene Strecke kommt hier aus einem kurzen Tunnel:



    Unter einer kleinen Überdachung steht dann ein Schienenbus:




    Auch hier gibt es ein Informationsschild:



    Ein wenig weiter westlich kommt dann der Schiltacher "Hauptbahnhof", eher unromantisch neben großen Fabrikhallen von Hansgrohe gelegen, Schiltach hat tatsächlich zwei Haltestellen, die meisten Besucher werden wohl an Schiltach Mitte aussteigen, gleich an der Altstadt.

    Bezieht sich auf Wer kennt's? (Das Bilderquiz in der Mädlerpassage)


    Noch einige Informationen und Fotos - eigentlich wäre es wohl sinnvoller gewesen, die Bahnlinie entlang der Schiltach zu führen (das Flüsschen heißt nämlich genauso wie der Ort, an dem die Schiltach in die Kinzig fließt), allerdings wollte Baden die Strecke komplett auf eigenem Staatsgebiet haben und den Abstecher über das "Ausland" Württemberg vermeiden.


    Entsprechend wurde die Sommeraulinie 1862 als Trassenführung beschlossen - und entsprechend hat man bei der Fahrt mit dem Schienenbus hinter Freudenstadt erst einmal zwei schöne Walddurchfahrten (unterbrochen durch Loßburg und ... einen Golfplatz), bevor es dann direkt ins Kinzigtal geht.


    Auf Wunsch von Schramberg finanzierte Württemberg dann aber doch noch eine Stichstrecke nach Schiltach, die überwiegend auf badischen Gebiet liegt, aber komplett inkl. eines von Baden gewünschten Tunnels von Württemberg finanziert wurde.


    Mehr als 20 km/h waren aber nicht möglich, der Personenverkehr wurde 1959 eingestellt, der Güterverkehr 1990 nach einem Dammrutsch, inzwischen sind die Schienen entfernt und die Tunnel zugemauert.


    Der heutige Bahnpunkt liegt etwas westlich der Einmündung der Schiltach in die Kinzig:


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    Informationstafel:


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    Es gibt noch beide Brücken, eine für Fußgänger und Radfahrer eingerichtet, die andere noch mit Gleis:


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    Ich finde die Altstadt bei allen kleinen Schwächen schon sehr attraktiv - weiter auf der Hauptstraße:


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    Erster Blick auf die Heiliggeistkirche:


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    Hier biegt die Theaterstraße in Richtung Süden ab:


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    Etwas weiter östlich kommt dann die Sandgasse:


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    Und wiederum etwas weiter östlich beginnt der Universitätsplatz, hier indes noch das reizvolle Eckgebäude an der Hauptstraße:


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    Der Platz mit dem Rektorat der Alten Universität rechts:


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    Das neumodische Kaffeehaus liegt an der Abzweigung Hauptstraße-Neumarkt:


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    Und nochmals einige Schritt weiter:


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    Und kurz dahinter gibt es einen schönen Blick auf die Jesuitenkirche durch die Heugasse.


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    Wie ich da trotz mangelnder Ortskenntnisse noch den Durchblick behalte? Siehe Versehen von Fotos mit Ortsinformationen (Geotagging)