Beiträge von Leonhard

    Noch eine nette Anekdote von gestern aus Wasserburg (manche werden es vielleicht eher als Beweis für den tiefverwurzelten Alltagsrassismus ansehen ;) Ich war beim Mittagessen in einem netten, urigen Lokal mit gotischem Gewölbe. Fast alle Gäste waren draußen im Schanigarten, als ich reinkam, war nur ein Tisch mit einem älteren Ehepaar besetzt, der Rest war leer. Das Ehepaar schien schon etwas länger darauf gewartet zu haben, endlich bestellen zu können und winkte immer wieder ungeduldig nach den Kellnerinnen. Die zwei Kellnerinnen waren stark beschäftigt, weil draußen alles voll war und sie alle Hände voll zu tun hatten. Eine Kellnerin, ein junges Mädchen, ging zu ihnen hin, entschuldigte sich und sagte ihnen, dass sie gleich kommen würde, um die Bestellung aufzunehmen. Kaum war sie wieder weg, standen die zwei Herrschaften auf und verließen murrend das Lokal. Die andere Kellnerin fragte das Madl, was passiert sei und warum die beiden Gäste gegangen seien, worauf das Madl in schönstem Bayrisch antwortete: "Ja mei, mit de Preissn is' hoid oiwei schwierig." ^^8o

    Dann kam sie zu mir und als ich sagte, natürlich ebenfalls auf Bayrisch, dass ich leider nicht viel Zeit hätte (ich musste zu einer Führung) und höflich fragte, ob ich innerhalb einer Dreiviertelstunde essen könnte, sagte sie "des griagn ma scho hi". Ich hab dann auch mein Essen sehr schnell bekommen, es war außerdem sehr gut :) beim Bezahlen hab ich mich dann nochmal bei ihr dafür bedankt, dass es so schnell ging, worauf sie lachend geantwortet hat "ja do herin sigt's ja koana, dass Sie Eana Essen friara griagn, do kemma des scho macha!" :)

    Da sieht man mal, wie viel es bringt, wie man mit den Leuten redet ;)

    Es ist sehr selten, dass man Führer findet, die mehr wissen, als das, was sie für ihre Führung auswendig gelernt haben... sobald man sie irgendetwas Weitergehendes fragt, stopseln sie rum, kommen aus dem Konzept und antworten irgendetwas Abstruses. Ich war heute in Wasserburg, hab dort zwei an sich schöne Führungen mitgemacht und bei einer war es auch so, dass die Führerin auf viele Fragen keine Antwort wusste (und das, obwohl sie wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums ist...). Trotzdem erfährt man immer ein paar interessante Dinge. Ansonsten war Wasserburg wie immer ein Traum :)


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    Wenn ich das richtig sehe und verstehe, ist im Zuge der Löscharbeiten mindestens der Giebel entfernt worden, die Frage ist, wieviel von der Fassade sonst noch steht... das ist echt furchtbar...

    Das Thema Sicherheit in Städten ist natürlich ein sehr subjektives und wurde außerdem durch diverse Anschläge in den letzten Jahren noch verschärft. In München, wo ich wohne, kann ich aber keine Verschlechterung der Sicherheitslage feststellen, ich hatte dort niemals ein Gefühl der Unsicherheit, auch nicht nachts in der U-Bahn. Allerdings bin ich meistens nur im Zentrum und den unmittelbar angrenzenden historischen Vorstädten unterwegs, in weiter draußen liegenden Vorstädten mag es teilweise anders sein. Ich denke, dass die recht gute Sicherheitssituation in München (und anderen bayerischen Städten) sicher der größtenteils bürgerlich-konservativen Politik in Bayern und der daraus resultierenden größeren Polizeipräsenz geschuldet ist, außerdem ist München so teuer, dass gewisse, sagen wir mal, "Gesellschaftsschichten" hier eh nicht so präsent sind.

    Wie Giulio schon geschrieben hat, ist die Sicherheitslage in Paris oder auch vielen italienischen Städten viel schlechter, z.B. sind Raubüberfälle oder auch einfache Diebstahldelikte selbst in einer reichen Stadt wie Mailand fast an der Tagesordnung, dort muss man echt aufpassen. Man merkt dies auch an den viel größeren Sicherheitsvorkehrungen an Wohnungstüren, die dort seit vielen Jahrzehnten absoluter Standard sind und ohne die niemand ruhig schlafen könnte. Von daher ist die Situation zumindest in Bayern viel, viel besser. Aber wer weiß, wie sich die Situation weiter entwickelt.

    Ich hab Wasserburg in den 70ern noch nicht gesehen, dafür bin ich zu jung, aber wenn ich mir den Dokumentarfilm von Wieland aus dem Jahr 1975 anschaue:

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    dann wäre mir der damalige Zustand schon lieber... auch damals waren einige Fassaden schon farbig, aber bei weitem nicht so knallig und perfekt renoviert wie heute. Wobei man aber sagen muss, dass Wasserburg durchaus auch einige Häuser mit Patina hat, ein bisserl spürt man die Alterswürde schon.

    Die Fassaden sind mir an sich zu bunt, etwas zurückhaltender würde mir besser gefallen (diese bunten Anstriche stammen eh erst aus der 2. Hälfte des 20. Jhs, vorher waren die Fassaden überwiegend grau). Mir gefällt aber die wuchtige und archaische Architektur, die eine sehr eigenwillige und beeindruckende Atmosphäre schafft. Außerdem ist die Lage in der Innschleife sehr malerisch.

    Ich werde heuer nach Wasserburg fahren, dort sind zwei Führungen, die mich sehr interessieren und auch sonst noch ein paar nette Veranstaltungen. Ich war zwar erst vor ein paar Tagen dort, aber ich finde, man kann nicht oft genug nach Wasserburg fahren :)


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    Die von dir angesprochenen "Stadtpalais" sind aber Bürgerhäuser und keine Adelspalais, nehm ich an, oder? Gab es in den Schweizer Städten überhaupt nennenswerten Adel?

    Danke für die schönen und interessanten Bilder!

    Ich frage mich, ob man den Odeonsplatz und den oberen Teil der Ludwigstraße bis zur Von-der-Tann-Straße als eine Art Promenadeplatz (ohne Fahrspuren) zusammenfassen sollte. Diesen Bereich könnte man schon durch das Basargebäude immer mit Leben füllen. Im unteren Teil wäre vermutlich mit einer Fahrbahnverengung und Alleebäumen einiges gewonnen. Sagt natürlich der Laie, nicht der Kenner oder Denkmalschützer.

    Dein Wunsch geht vielleicht sogar bald in Erfüllung:

    https://www.sueddeutsche.de/mu…e-ludwigstrasse-1.5357216

    ;)

    Und wiederum auf der linken Seite noch etwas Architektur aus dem letzten Jahrhundert, die frühere Turnhalle (Punkt 4):


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    So eine schöne Turnhalle! Heute ist es absolut unvorstellbar, dass man ein solches Funktionsgebäude so liebevoll gestaltet... ich finde, gerade an solchen eigentlich unscheinbaren Bauaufgaben sieht man, wie weit unsere Kultur seitdem gefallen ist, da kann man nur weinen.

    Bzgl. Buch: herzlichen Dank für das Kompliment! Mal schauen...


    Deine Idee eines Promenadeplatzes ohne Autoverkehr am Odeonsplatz und in der südlichen Ludwigstraße finde ich sehr gut! Die Brienner Straße ist in ihrem östlichsten Bereich eh schon eine Einbahnstraße geworden und das Verkehrsaufkommen in der Gegend damit reduziert; vielleicht könnte man dann auch noch den nächsten Schritt gehen und die Autos aus dem Odeonsplatz ganz heraushalten. Die Taxis am Odeonsplatz stören eh massiv...


    Alleebäume im nördlichen Bereich der Ludwigstraße wären aber total gegen die Idee Ludwigs einer reinen steinernen Architekturstraße... ich glaube, diese Idee sollte man respektieren. Was ich hingegen nötig fände, wäre der Rückbau des Durchbruchs des Altstadtrings! Es gibt ja eh schon die Untertunnelung, da braucht man den Ring an der Oberfläche eigentlich nicht mehr. Man könnte das fehlende Eckhaus zum Oskar-von-Miller-Ring rekonstruieren und so zumindest die westliche Wunde schließen... auf der Ostseite geht das allerdings leider nicht mehr, seit durch den Bau des Landwirtschaftsministeriums die Baulinie weiter nach Süden verlegt wurde. Aber die Ostseite stört eh weniger, die schaut recht repräsentabel aus.

    Danke für Deine anerkennenden Worte, das weiß ich sehr zu schätzen! Ich hab mir auch große Mühe gegeben, vor allem die Fotos haben mich viel, viel Zeit gekostet. Aber auf diese Weise hab ich auch viel über die Ludwigstraße gelernt, was ich sonst nicht erfahren hätte. Es ist ja so, dass man als Münchner die Ludwigstraße irgendwie kaum beachtet, es ist eine Art Autobahn an zentraler Stelle, die man zwar durchfährt und dabei schon immer wieder mal ein Hochgefühl empfindet, aber genauer anschauen tut sie kaum jemand.

    Ich kann absolut nachempfinden, dass Du sie fad findest, sie ist es in Einzelbereichen auch... aber insgesamt finde ich sie trotzdem großartig und im Endeffekt unterbewertet. Man hat sich halt schon zu sehr an die aufwendigeren Historismusbauten an anderen Orten gewöhnt, als dass man Lust hätte, in die etwas steife und trockene Atmosphäre der Ludwigstraße einzutauchen. Bezeichnenderweise ist die Maximilianstraße ja auch viel belebter und beliebter, obwohl sie anfänglich als Ausdruck schlechtesten Geschmacks verrissen wurde... aber sie ist halt viel menschlicher und einladender.

    Die Ludwigstraße hat etwas Abweisendes, Übermenschliches... aber trotzdem beeindruckt sie mich stark, vor allem am Universitätsforum - da hat man das Gefühl der großen, weiten Welt, das Gefühl, in einem erhabenen Raum zu sein.

    Abschließende Bemerkungen


    Die Ludwigstraße besitzt eine einzigartige architektonische und städtebauliche Konzeption: es ist im Endeffekt die Steigerung der Idee eines florentinischen Stadtplatzes zu einer Monumentalstraße, die aber weiterhin die saalmäßige Geschlossenheit eines Platzes aufweisen soll. Sie weist kaum Verwandtschaft auf zu den später entstandenen historistischen Prachtstraßen wie z.B. den Haussmannschen Pariser Boulevards, der Wiener Ringstraße oder auch der ab 1853 entstandenen Münchner Maximilianstraße: bis auf wenige Ausnahmen besitzt sie keine Geschäfte oder Restaurants, keine Bäume oder Parkanlagen und auch keine sonstigen Annehmlichkeiten, die den Aufenthalt von Besuchern angenehmer gestalten würden. Sie ist, in einem Wort, keine Flanierstraße, sondern eine rein steinerne, monumentale Via triumphalis. Sie will nicht "belebt" werden, sie will kein Anziehungspunkt für die sonntägliche bürgerliche Promenade sein, sie will als ein austeres, herr­scher­liches Monument bestaunt werden. In diesem Sinne hat sie im zunehmend bürgerlichen 19. Jh natürlich keine Nachfolge gefunden, die späteren historistischen großbürgerlichen Boulevards sind von ganz anderen Bedürfnissen geprägt. Nur der Odeonsplatz (und in den letzten Jahrzehnten zunehmend auch das Universitätsforum) wurden vom urbanen Leben in Besitz genommen, dazwischen ist die Ludwigstraße ein steinernes Monument.


    Die Ludwigstraße wurde lange Zeit eher geringgeschätzt, bereits zu ihrer Entstehungszeit wurde ihr aufgrund der Imitation vergangener Stile mangelnde Originalität vorgeworfen, später wurde sie vom im Grunde ebenfalls unoriginellen, aber aufwendigeren Historismus dann wieder als zu simpel abgestempelt. Ihre Qualität entspringt aber vielmehr ihrer Einheitlichkeit und Geschlossenheit; dabei entsteht aus verschiedenen historischen Anklängen durchaus etwas Neues und Eigenes: es ist der erhabene und großartige Gesamteindruck, den man am besten beim Durchschreiten, nicht so sehr beim Betrachten einzelner Gebäude gewinnt. Von daher ist die teilweise zu konstatierende "Öde" einiger Einzelbauten nur Mittel zum Zweck einer großen, mehr städtebaulichen als architektonischen Schöpfung. Wenn man von der nördlich gelegenen, pappelgesäumten Leopoldstraße gen Süden fährt, zwischen den Bäumen das immer größer werdende Siegestor auftauchen sieht und schließlich in leichtem Bogen um dasselbe herum in die Ludwigstraße einfährt, dann ist dieser Eindruck nicht anders als grandios zu nennen. Von daher kann man Wilhelm Pinders Diktum ein bisschen nachvollziehen, der geschrieben hat, dass die Ludwigstraße eine der schönsten Straßen Deutschlands sei, obwohl sie kaum ein schönes Haus besitze. In der Ludwigstraße ordnet sich alles dem Gesamteindruck unter: schmale Wohnhäuser, Paläste, öffentliche Nutzbauten, die Ludwigskirche und auch die Monumente zeigen alle die gleiche erhabene Grundhaltung und fügen sich zu einem klaren Ganzen, zu einem jederzeit vollständig erfassbaren Raum. Dieser Straßenraum besitzt trotz aller Monumentalität immer noch menschliche Dimensionen: die Gebäude sind einerseits weder zu hoch noch andererseits zu nah oder zu weit voneinander entfernt, es entsteht weder der Eindruck einer Straßenschlucht noch zweier beziehungslos zueinander stehenden Straßenwände. Die ungewöhnlichen Breiten vieler Gebäude zwingen den Betrachter zu kontinuierlichen Schrägansichten, bei denen wiederum die Einbindung der Gebäude in die Gesamtdynamik der Straße im Vordergrund steht und weniger die Gebäude an sich; dieser Effekt wird auch noch durch die Flächenhaftigkeit d.h. die bewusst fehlende Plastizität der Fassaden (vor allem jener Gärtners), einem fast ausschließlichen Vorherrschen von horizontalen Gliederungen und Linien, einfachen additiven Reihungen von Fensterachsen sowie einer überwiegend gleichen Traufhöhe der Gebäude verstärkt.

    Der generelle Eindruck von zwei geschlossenen Saalwänden wird durch gegeneinander verschobene Baublöcke mit großen Wandflächen und im Vergleich dazu kleinen Fensteröffnungen erreicht; die in die Ludwigstraße einmündenden Seitenstraßen sind schmal und besitzen keine Entsprechung auf der gegenüberliegenden Seite, weswegen sie den saalartig-geschlossenen Eindruck kaum stören (dieses wichtige Detail wurde allerdings im Nachhinein, wie bereits gezeigt, durch den Durchbruch des Altstadtrings an einer Stelle empfindlich gestört, so dass die Geschlossenheit der Ludwigstraße leider eine tiefe Wunde erlitten hat).

    Die südliche Herleitung aus den beiden Altstadtstraßen Residenz- und Theatinerstraße zu Odeonsplatz und Ludwigstraße wirkt logisch und natürlich, die bei der Wallniederlegung in anderen Städten oft entstandene Grünfläche und eine daraus resultierende deutliche Trennung zwischen Altstadt und Stadterweiterung unterbleibt, obwohl die Grenze zwischen beiden weiterhin ablesbar bleibt; der Eindruck des Fußgängers, der von der vergleichsweise schmalen Residenzstraße auf den Odeonsplatz hinaustritt, ist der eines Übergangs auf eine weite, lichte Bühne. Dieser großzügige südliche Beginn Klenzes am Odeonsplatz wird im Norden von Gärtner mit dem nicht minder großzügigen Universitätsforum beantwortet, der etwas breitere Vorhof zwischen Residenz, Feldherrnhalle und Theatinerkirche mit der gleichbreiten Erweiterung vor dem Siegestor. Die Doppeltürme der barocken Theatinerkirche werden von der Ludwigskirche aufgegriffen und schaffen somit eine Diagonalverklammerung, das die Bewegung durchlassende Siegestor im Norden korrespondiert mit der die Bewegung aufnehmenden Feldherrnhalle im Süden und bewirkt eine Nord-Süd-Dynamik des riesigen Straßenraumes.

    Insgesamt vermittelt die Ludwigstraße ein Bild sowohl zielgerichteter Dynamik als auch feierlicher Ruhe, eine Symbiose aus weit ausgreifendem, schwungvollem Straßenzug und tektonisch geschlossenem, statischem Stadtplatz.


    Oswald Hederer hat in seinem Buch "Die Ludwigstraße in München" von 1942 (der immer noch einzigen kunsthistorischen Monographie zur Ludwigstraße) die Vermutung aufgestellt, dass Ludwig I. zu dieser Idee eines Straßenraumes (neben seiner offensichtlichen Verehrung für das Italien der Renaissance) durch die großen platzartigen Straßenmärkte der Inn-/Salzachregion inspiriert worden sei, wo Ludwig als Kronprinz von 1810-16 Generalgouverneur war. Vor allem der riesige Stadtplatz zu Tittmoning ist in seiner Atmosphäre und Wirkung im Vergleich zur Ludwigstraße durchaus interessant.



    F I N I S.

    Herrschaftliche Häuser am Anfang der Leopoldstraße (deren architektonische Reize ansonsten seit den Kriegszerstörungen eher spärlich gesät sind):


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    Das war's mit den Fotos, im nächsten Beitrag folgen nun noch einige abschließende Gedanken zu den städtebaulichen Charakteristiken der Ludwigstraße.

    Gegenüber der Kunstakademie befindet sich heute eine größtenteils völlig nichtssagende Nachkriegszeile, nur auf der Ostseite haben sich anschließend an das Eckhaus zur Ludwigstraße (Nr. 33) mit Akademiestraße 3 & 5 zwei gründerzeitliche Häuser erhalten, wenn auch nur mit stark vereinfachten Fassaden:


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    Ansonsten sieht die Häuserzeile heute so aus: https://www.google.de/maps/@48…XzKiwA!2e0!7i13312!8i6656


    Nun aber ein Schmankerl, das nicht viele kennen dürften: einst war die Bebauung auf der Südseite der Akademiestraße eine wahre Pracht, so dass die platzartige Akademiestraße mit der Kunstakademie als Nordseite und der folgenden Häuserzeile als Südseite vor der Zerstörung eines der meines Erachtens großartigsten gründerzeitlichen Ensembles München gewesen sein muss. Hier einige Ansichten vor der Zerstörung:


    Östliche Platzhälfte:


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    (Stadtarchiv München, Lizenz CC BY-ND 4.0)


    Westliche Platzhälfte:


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    (Stadtarchiv München, Lizenz CC BY-ND 4.0)


    Ausschnitt aus der westlichen Häuserzeile:


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    (Stadtarchiv München, Lizenz CC BY-ND 4.0)


    Die vorher bereits gezeigten, heute sehr vereinfachten Häuser Nr. 3 & 5:


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    (Stadtarchiv München, Lizenz CC BY-ND 4.0)


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    (Stadtarchiv München, Lizenz CC BY-ND 4.0)


    Nochmal westliche Platzhälfte:


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    (Stadtarchiv München, Lizenz CC BY-ND 4.0)


    Zusammen mit der Kunstakademie: https://stadtarchiv.muenchen.d….aspx?VEID=291761&DEID=10


    Was für ein Verlust!