Beiträge von Fachwerkliebhaber

    An einem weiteren Renaissancehaus vorbei geht es wieder zum Ornain:




    Wir überqueren nun mit der alten Steinbrücke erneut den Ornain:




    In der Mitte die Kapelle im Kern von 1311. Siw wurde 1944 zersört und 1959 in veränderter Form wiederaufgebaut:




    Am Brückenende, dieses interessante historistische Gebäude:




    Über die Rue du Bourg geht es wieder in die Oberstadt:




    Am Place Exelmans mehrere herrschaftliche Gebäude des Historismus (glaube u.a. die ehem. Bibliothek), alle so um 1900 in der frz. Neorenaissance gehalten:







    Von hier aus geht es in Richtung der Kirche Notre Dame. Ja in Frankreich heißen sehr viele Kirchen "Notre Dame" nicht nur das weltbekannte Bsp in Paris ;) . Übersetzt ins Deutsche würde man sagen "Unsere liebe Frau" oder auch Liebfrauenkirche. Zu der Kirche komme ich im Detail später noch:








    Am Rande des Parks befindet sich das ehem. Palais des Marschalls Nicolas Oudinot von 1803. Jetzt ist es das Rathaus:





    Ehrenhof von der Straße (leider etwas unscharf...):



    Nun sind wir wieder am idyllischen Ornain:



    Von hier aus hat man den Durchblick bis zum Bahnhof:



    Am Quai Sadi Carnot die Synagoge des 19. Jh.




    Unten angelangt, sehen wir erneut den sehr malerischen Kanal:






    An einem Durchgang zur Rue du Dr. Nève, eine Mauer mit merkwürdigen regelmäßig rausragenden Quadersteinen. Weiß jemand vielleicht, was dies bedeutet hatte?



    In dieser Straße, das Geburtshaus aus dem 18. Jahrhundert vom frz. Präsidenten Raymond Poincaré:




    Ein Blick hinauf zur Oberstadt:




    Durch ein prunkvoll verziertes Tor gelangen wir in den Stadtpark:




    Die Straße nennt sich nun Rue St. Jean. Ein weiteres Renaissancehaus:




    An der Einmündung zur Rue du Monseigneur Aimond, ein weiteres "offenes" Stadttor des 18. Jh.






    Und nun steigen wir eine schmale Treppe weiter hinunter in die Unterstadt:

    Rechts gute Neubauten im örtlichen Stil:



    Blick zurück:



    Danke für eure positiven Rückmeldungen :) Ja Frankreich und Lothringen haben immer noch einen gewissen Hang zur Patina. Noch vor 30 Jahren, so habe ich es gehört, waren die Orte aber richtig vergammelt mit schwarz gerusten Fassaden. Durch die vielen Kriege seit Jahrhunderten in der Grenzlage hat man den Mut aufgegeben, die Häuser zu renovieren. Einmal habe ich sogar in einem Dorf auf einer Durchreise ein Bauernhaus gesehen mit kaputten Dach, was aber im EG noch bewohnt war!

    Aber seit etwa 10 jahren bemerke ich trotzdem, dass man einige Häuser renoviert, speziell in den (Klein-) Städten. Man ist und bleibt aber "putzscheu", dh man streicht nicht so gerne die Fassade, da offenbar auch traditionell nicht korrekt.

    Das Elsass ist mit Teilen von Südfrankreich und der Normandie/Bretagne aber eine Ausnahme mit verputzten "sauberen" Fassaden wie wir sie gewöhnt sind.


    Bis auf das ehem. Reichsland Elsass-Lothringen ist es aber in der Tat so, dass die Kirche nicht vom Staat unterstützt wird. Nur die wichtigen Sakralbauten, die auch als "monument historique" unter Denkmalschutz stehen, werden, wenn sie Glück haben, saniert. Bei der schier unfassbar großen Anzahl an alten Gebäuden ist man da aber leider überfordert. Daher unterstützen manche Gemeinde direkt die Renovierung.

    Nr 47, Hôtel de la Bessière mit einer besonders prunkvollen und gegliederten Renaissancefassade, aus dem 16. Jh. hier lebte der Schriftsteller G. Bernanos 1924-26:



    Die Wasserspeier sind auch sehr außergewöhnlich:




    Nr. 41, das Hôtel de l'Escale, 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts mit korinthischen Pfeilern:





    Die Nr. 37, das Hôtel des Beurges mit Apotheke ist ein besonders stattliches Renaissancepalais des 16. Jh.



    Weiter geht's. Die Kirche von der Rue du Paradis aus gesehen:






    Wir gelangen in die Rue du Tribel. Das Hôtel de Salm ist eines der wenigen Adelspaläste aus dem 18. Jh.




    Dahinter ist die Altstadt zuende. Im Hintergrund, der Sitz des Département de la Meuse:



    Zurück in der Rue du Tribel.



    Blick auf die Apsis von St. Etienne:



    In einer Seitenkapelle nun eines der wichtigsten Werke von Ligier Richier, das "Squelette" von 1545-48. Es hat bis 1790 das Grab des Herzogs Remné de Chalon in St. Maxe verziert. Es stellt ein menschlich verwesten Körper mit Knochenskelett dar, eines der frühsten Darstellung menschlicher Skelette überhaupt und dann in Stein behauen!







    Ansonsten ist die Kirche im Inneren eine großzügige Hallenkirche:




    Schauen wir uns nun die Kirche St. Etienne genauer an. Sie wurde vom 14. bis ins 16. Jahrhundert errichtet und zeigt einen sehr interessanten Übergangsstil zwischen Gotik und Renaissance.



    Das Innere besitzt eine besonders reiche Ausstattung, zt. aus der zerstörten Kirche St. Maxe.






    In der Apsis eine Kreuzigungsgruppe. Sie stammt aus dem 16. Jh. von dem berühmten lothringischen Steinmetz Ligier Richier, dessen Werke wir noch mehrmals sehen werden:





    Bevor wir uns die Kirche anschauen, noch der Gerichtshof ehem. Hôtel de Florainville aus dem 16. Jh. zt. im 18. Jh. verändert. Marie Antoinette lebte hier 1770:


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    Daneben ein Fachwerkhaus um 1500:


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    Mit der Nachmittagssonne kann man sich die gegenüberliegende, geschlossene Bebauung noch besser betrachten:


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    In der Hauptstraße, der Rue des Ducs de Bar, zwei wunderschöne Renaissancehäuser aus dem 16. Jh. Zu meinem Besuch 2014 waren sie noch etwas verwahrlost:



    So sind sie heute wunderbar renoviert. Das EG mit den Ladenlokalen wurde komplett im Renaissancestil rekonstruiert, sodass es wie aus einem Guss wirkt :applaus:


    https://www.google.com/maps/@4…ra7PzQ!2e0!7i16384!8i8192


    Der Rest der nördlichen Straße mit überwiegend Häusern des 17. Jh. und 18. Jh.




    Nun schauen wir uns das Herzstück der Oberstadt an der Place St. Pierre:


    Nr. 4 mit Renaissanceportal:



    Gegenüver, die gemauerten Bögen von der Markthalle, nur von der Straßenseite.



    Nr. 29, ein weiterer Renaissanceprachtbau, das Hôtel des Doyens,zu deutsch das Haus des Ältestenrats von 1604, der barocke Einfluss ist schon bemerkbar.




    Die Schokoladenseite mit der Kirche St. Etienne:


    Die Rue Chavée geht es weiter:


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    Bis zum Place des Halles. Er verrrät schon im Namen, das hier die historischen Markthallen waren:


    Das Renaissancehaus mit Erker fällt besonders auf:


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    Das Nachbarhaus, ebenfalls mit flachen Erkern ist der alte Konvender Annonciades von 1578:




    Gegenüber, hinter prunkvollen, patinierten Renaissancefassaden:




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    Befindet sich die ehem. Markthalle, welche im 18. Jh. entstand, aber schon 1788, ein Jahr vor der Revolution, umgebaut wurde in Wohnungen:


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    Hier ein Grundriss des ehem. Schlosses:


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    Folgen wir der Straße sind wir in der Oberstadt:


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    Der Tour d'Horloge, der Uhrturm ist ebenfalls ein Schlossbestandteil er stammt aus dem 12. Jh. die Uhr wurde 1381 eingebaut, dass Zifernblatt ist von 1608:


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    An der Place de la Fontaine, ein schöner Brunnen von 1757:


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    Ecke Rue de l'Armurier ein Haus mit Fachwerkanteil 17. Jh. :


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    St. Antoine war eine ehemaliuge Augistiner Emeriten Kirche. 1372-76 erbaut, der Chor kam Anfang des 15., Jh. 1496-99 wurde die nördlichen Seitenkapellen angebaut, . Das Nordportal und 3 Kapellen im Osten sind aus dem 17. Jh, die Vorhalle von 1853:


    Das Innere reich mit Fresken aus dem 14. Jh. verziert: