Beiträge von Loggia

    Riegel: Daran sieht man, daß diese enge Bebauungsweise keineswegs selten war. In den Orten um den Lago Maggiore/Langensee gibt es vielerorts noch alte (mittelalterliche) Bebauungsreste, die ähnliche Gassenbreiten haben, und auch noch schmalere (Gäßchen eben). Schätzungsweise hat man im Laufe der Jahrhunderte vielerorts die Gäßchen zu Straßen verbreitert, wenn mal wieder was abgebrannt ist (was immer mal vorkam). Aber ich glaube, wir gehen nicht fehl, wenn wir uns solcherart dichte Bebauung auch für das alte Frankfurt a.M. vorstellen.

    Sachsen gehört halt schon eher zum Osten, wo die Plätze weit und die Straßen breit sind, das merkt man wieder an diesem Barfußgäßchen, das doch eigentlich schon fast eine kleine Straße ist - denn als Gasse ist es recht breit!

    Ja, sowas ist eher eine Gasse (in Italien: Viale). Das ist für 1 Fiat500 und 1 Fußgänger an der Seite. Es gibt aber auch noch schmälere, wo der Fußgängerstreifen eingespart ist.

    (bzgl. Wortverständnis: "Schlippe" - bedeutet das "Durchschlupf"?)

    I wo! Dann ist dein Auto zu breit. Da passen doch locker 2 Fiat500 Baujahr 1980 nebeneinander vorbei - in Italien würde man das als "Straße" klassifizieren...

    Ich finde die Bilder auch sehr gelungen.

    Dieser Effekt mit dem Nebeneinander, ist das das, was bei dem Bild der Goldenen Waage zu sehen ist? Dieses Bild fiel mir auf (es kam mir anders vor als die anderen), weil es so wie ein Rendering wirkt, mit dem Computer gezeichnet, nicht wie ein Photo.

    Die meisten anderen sehen wie alte Photos aus (z.T. mit Nikotinschicht, hehe). Das Bild mit den Gewitterwolken stach mir noch hervor, da dachte ich, die Wolken sind wohl doch ein bißchen zu dramatisch untermalt.

    Am Anfang gibt es viele "Nebelbilder", die durch die Kolorierung die Anmutung von Kohleheizung annehmen - was durchaus stimmen könnte, man aber nicht weiß.

    Die Straße hat auch noch diese charakteristische Wölbung aus der Kutschenzeit. Ob gekiest, weiß ich nicht, ich kenne ein solches gewölbtes Straßenstück noch aus der Kindheit (es war in Lienheim, jetzt OT von Hohentengen[1]), das mit recht großen Steinen [2] gepflastert war, und auch einen solchen Rand mit "normalgroßen" Steinen hatte, wenn ich mich richtig erinnere.


    [1] wann das asphaltiert wurde, weiß ich nicht so recht, ich meine, erst in den Nullerjahren.

    [2] Seitenlänge etwa 1/2 - 2x so lang wie die "normalen" Randsteine, auch quadratisch.

    Wie kommen die "Briefmarkenbildchen" eigentlich zustande? Ich war neulich verwundert, daß die Links, die ich "ohne alles" in den Text gesetzt hatte (Intention war eigentlich, daß man sie selber kopiert und in einem neuen Fenster öffnet), eine ganze Schleppe an Bildern, Teasern und eingebettetem was-weiß-ich erzeugten. Waren die Briefmarkenbildchen auch "Links ohne alles"?

    Zitat

    Spalenberg, Spiesshof

    IMG_6822_ergebnis.jpg


    Hier sieht man das Pflaster sehr gut, das auch an einigen anderen Stellen zu sehen ist.

    Das sind Rheinkiesel, runde Steine, die man aus dem Rhein gefischt hat, und die halbiert werden und mit der aufgeschlagenen Hälfte nach oben verlegt.

    Hm, das Kopfsteinpflaster wird wohl noch aus der Kaiserzeit stammen (d.h. vor 1918; auch an manch anderen Orten ist derartiges noch heute vorhanden, wenn auch viel verschwunden ist), und die vielfarbigen Keramikplatten sind dann vielleicht aus den expressionistischen 1920ern, wenn sie nicht aus der DDR-Zeit stammen?

    So ein schönes Bahnhofsgebäude, schade daß das so vernachlässigt wird. Aber wenn ein Ort schrumpft, weil die Leute keine Arbeitsplätze finden, bzw. die bisherige Haupteinnahmequelle wegbricht, hat man meistens solche bald-ist-es-eine-Geisterstadt-Bilder...

    Daß man aus dem gleichen Ton so viele unterschiedliche Farben bekommt, hätte ich jetzt nicht gedacht.

    Ist das noch ein DDR-Produkt? Ich meine, ich hätte in Ost-Berlin oder Brandenburg mancherorts ähnliche Platten mit gekerbter Unterteilung gesehen, allerdings meine ich mich an quadratische Formate zu erinnern, nicht rechteckige wie hier.

    Der Hang zum Gelbbrand (wie bei den gelben Dachziegeln) ist jedenfalls unverkennbar :)