Muldental (Galerie)

  • Ja, sowas ist eher eine Gasse (in Italien: Viale). Das ist für 1 Fiat500 und 1 Fußgänger an der Seite. Es gibt aber auch noch schmälere, wo der Fußgängerstreifen eingespart ist.

    (bzgl. Wortverständnis: "Schlippe" - bedeutet das "Durchschlupf"?)

  • Ähmm... Viale ist eine Allee, also eine breitere Straße. Gasse wäre eine Via oder wenn's eine engere ist, dann ein Vicolo ;)

    "In der Vergangenheit sind wir den andern Völkern weit voraus."

    Karl Kraus

  • bzgl. Wortverständnis: "Schlippe" - bedeutet das "Durchschlupf"?)

    Laut: "Kleines sächsisches Wörterbuch": "Schlippe = Schlüpfe f. , enger Durchgang zwischen Häusern, schmale Gasse"


    (Schlüpfe habe ich noch nie gehört)


    Sachsen ist halt nicht Italien und Leipzig nur ein "Kleinparis". :wink:


    Verkleinerungsform: Straße - Gasse - Gäßchen/Gässchen - Schlippe - wenigstens in Sachsen:


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    Leipzig - Barfußgäßchen 09 ies

    Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

  • Sachsen gehört halt schon eher zum Osten, wo die Plätze weit und die Straßen breit sind, das merkt man wieder an diesem Barfußgäßchen, das doch eigentlich schon fast eine kleine Straße ist - denn als Gasse ist es recht breit!

  • Barfußgäßchen, das doch eigentlich schon fast eine kleine Straße ist - denn als Gasse ist es recht breit!

    Dafür, dass damit ein ganzer Block erschlossen wurde, ist es aber wiederum nicht besonders breit.


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    Das Barfußgäßchen befindet sich links etwas unterhalb der Mitte. Erschlossen werden sogar zwei Blöcke. Nördlich ist der Brühl, südlich die Thomasgasse die nächste Straße.



    Wir sollten nicht vergessen, dass mehrere Bombenangriffe erhebliche Teile der Leipziger Innenstadt vernichtet haben.

    Z.B. das Areal um die Goldhahngäßchen.



    Goldhahngäßchen

    Unknown authorUnknown author (Postkarte), Public domain, via Wikimedia Commons

  • Riegel: Daran sieht man, daß diese enge Bebauungsweise keineswegs selten war. In den Orten um den Lago Maggiore/Langensee gibt es vielerorts noch alte (mittelalterliche) Bebauungsreste, die ähnliche Gassenbreiten haben, und auch noch schmalere (Gäßchen eben). Schätzungsweise hat man im Laufe der Jahrhunderte vielerorts die Gäßchen zu Straßen verbreitert, wenn mal wieder was abgebrannt ist (was immer mal vorkam). Aber ich glaube, wir gehen nicht fehl, wenn wir uns solcherart dichte Bebauung auch für das alte Frankfurt a.M. vorstellen.

  • Es ist doch interessant, wie sich die Städte unterscheiden. In NIZZA gibt es ein dichtes Gassennetz, in dem sich die Gogglefahrzeuge bewegen konnten. In den Leipziger DURCHHÖFEN dürfen noch nicht einmal Fahrräder gefahren werden. Ich muss wohl mal einen Fotospaziergang durch die Fußgängerbereiche der Leipziger Innenstadt machen.


    Zunächst bleibe ich aber in Leisnig.


    Blick von der Burg Mildenstein ins Tal der Freiberger Mulde.






    Eigene Fotos.