München - Ludwigstraße (Galerie)

  • Als nächstes wenden wir uns dem Gebäude Nr. 13 auf der Westseite im Anschluss an den Oskar-von-Miller-Ring zu, der ehem. Landeszentralbank, heute Deutsche Bundesbank Hauptverwaltung Bayern.

    Um es kurz zu machen: dieses Gebäude ist, obwohl es optisch zuerst gar nicht so schlimm erscheinen mag, das größte Ärgernis in der heutigen Ludwigstraße, noch vor dem ebenfalls sehr störenden Landwirtschaftsministerium. An seiner Stelle stand bis 1937 das Herzog-Max-Palais, eines der Hauptwerke von Klenze, erbaut für Herzog Max in Bayern (1808-1888, aus der herzoglichen Nebenlinie der Wittelsbacher), bevor es auf Anordnung der Nazis abgerissen wurde. Dies war die letzte und wahrscheinlich furchtbarste Konsequenz der Verbreiterung der Von-der-Tann-Straße auf der anderen Straßenseite: wir erinnern uns, dass im Zuge des weiter oben beschriebenen Abrisses der gesamten Häuserzeile auf der südlichen Ostseite auch das Bankgebäude der preussischen Reichsbank abgerissen worden war, weswegen die Reichsbank nun als Ausgleich einen neuen Stammsitz verlangte - wenn möglich an einem ähnlich repräsentativen Standort in der Nähe. Die Wahl fiel auf das Herzog-Max-Palais, deren Besitzer, die Nachfahren von Herzog Max in Bayern, seit Ende der Monarchie in großen Geldnöten waren, nachdem nunmehr ihre bis dato von der königlichen Hauptlinie der Wittelsbacher zur Verfügung gestellte Apanage weggefallen war. Die herzogliche Familie musste schließlich unter Druck ihr Palais verkaufen und später sogar in die USA fliehen. Die Reichsbank zeigte sich aber nicht zufrieden mit dem alten Palais und forderte die Genehmigung für einen Abriss und Neubau. Obwohl sogar der bereits erwähnte Gablonsky, immerhin einer der führenden Köpfe der Obersten Baubehörde in München, in einem ausführlichen persönlichen Brief an Hitler die große kunsthistorische Bedeutung des Herzog-Max-Palais' unterstrich und sich für den Erhalt des Gebäudes einsetzte, erteilte Hitler schließlich die Genehmigung für den Abriss. So wurde eines der wichtigsten Werke Klenzes sang- und klanglos beseitigt und durch einen banalen Neubau ersetzt... dabei wurde der Neubau in der Nazizeit gar nicht mehr fertig, weil nach Kriegsbeginn immer mehr Bauarbeiter an die Front berufen wurden und die Baustelle schließlich 1941 eingestellt werden musste. Zu diesem Zeitpunkt stand das Erdgeschoß und Teile der Seitenmauern im 1. Stock. Nach dem Krieg und der Auflösung der Reichsbank sollte das Gebäude für die Landeszentralbank fertiggebaut werden, wobei der Architekt Carl Sattler versuchte, die Planung umzugestalten und etwas von der Glätte und Monumentalität des ursprünglichen Entwurfs abzumildern; viel konnte aber nicht mehr geändert werden und somit ist der letztendlich resultierende Bau leider eine sehr schmerzliche Verschlechterung im Vergleich zum noblen klassizistischen Palast Klenzes.


    Sehen wir zunächst den heutigen Bau der Landeszentralbank an:


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    Ein Blick in die Rheinbergerstraße und die Nordseite der Landeszentralbank, rechts angeschnitten Ludwigstraße 15:


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    Nun zum Vorgängerbau, dem Herzog-Max-Palais.

    Es wurde 1828-31 von Klenze für den Herzog Max in Bayern errichtet, der aus der herzoglichen wittelsbachischen Nebenlinie Pfalz-Birkenfeld-Gelnhausen stammte. Diese Nebenlinie war nach der königlichen Hauptlinie der Wittelsbacher die zweitwichtigste Adelsfamilie in Bayern. Herzog Max, auch "Zithermaxl" genannt, weil er leidenschaftlich gern Zither spielte und sehr leutselig war, ist der Nachwelt hauptsächlich aufgrund einer Eigenschaft bekannt: er war der Vater von Sissi, der späteren Kaiserin von Österreich! Elisabeth, mit Spitznamen "Sisi" genannt (nicht "Sissi", dies ist eine Erfindung der berühmten Marischka-Filme aus den 50ern) wurde hier im väterlichen Palais in München geboren, eine Gedenktafel am Nachfolgergebäude erinnert noch heute an sie.

    Dieses Palais war aufgrund seiner herrschaftlichen Größe und der exquisiten, einheitlich konzipierten Innenausstattung eines der gelungensten Werke von Klenze, seine städtebauliche Bedeutung als eines der bedeutendsten Gebäude in der Ludwigstraße immens. Im Gegensatz zu den glatten neoklassizistischen Fassaden der Nazizeit wies es eine Gliederung in Form eines Mittelrisalites mit Säulenbalkon sowie zweier Seitenrisalite auf und war zudem mit je nach Geschoss abgeänderten Fensterverdachungen und -ädikülen sowie Pilastern versehen. An diesem Beispiel kann man exemplarisch sehen, wie ein Meister wie Klenze einen großen Baukörper zu proportionieren weiß, so dass ein zwar würdevoll-monumentaler, aber doch einladender Eindruck entsteht.


    Hier ein paar Ansichten:


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    (Stadtarchiv München, Creative-Commons-Lizenz CC BY-ND 4.0)


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    (Stadtarchiv München, Creative-Commons-Lizenz CC BY-ND 4.0)


    Eine Ansicht von 1914:

    https://stadtarchiv.muenchen.d…D=769721&DEID=10&SQNZNR=1


    Zwei Ansichten von 1937, kurz vor dem Abbruch:

    https://stadtarchiv.muenchen.d…D=470208&DEID=10&SQNZNR=1

    https://stadtarchiv.muenchen.d…D=476727&DEID=10&SQNZNR=1


    Der Fassadenaufriss:


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    (WIkimedia Commons, gemeinfrei)


    Eine Ansicht auf einem Stich von 1842, das Palais ist links:


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    (WIkimedia Commons, gemeinfrei)


    Ein Aquarell von Friedrich Eibner von 1855:


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    Eine Seitenansicht des Portals, die verdeutlicht wie groß dieses Gebäude war:


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    "In der Vergangenheit sind wir den andern Völkern weit voraus."

    Karl Kraus

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  • Nun einige Innenansichten des Palais.


    Treppenhaus:


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    Empfangssalon:


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    Tanzsaal (Kaulbach-Saal):


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    Enfilade im 1. Stock:


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  • Weißer Salon:


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    Weißer Salon Deckenausschnitt:


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    Zwischensalon (Mayer-Saal):


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    Mayer-Saal Deckenausschnitt:


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    Erster Salon des Herzogs Deckendetail (welch feine Malerei!):


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    Badezimmer der Herzogin (ursprünglich stand in der Mitte noch eine Badewanne):


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    Wie man anhand dieser Bilder sehen kann, handelte es sich um ein absolut außergewöhnliches, hochherrschaftliches Interieur, das sogar mit den klassizistischen Raumfluchten der Residenz zu vergleichen war. Ein unermesslicher Verlust.

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  • Wir gehen weiter zu Haus Nr. 14 auf der Ostseite. Bereits 1807 bzw. 1816 war auf dem Grundstück das Armee-Monturmagazin errichtet worden, welches dann von 1827-30 von Klenze zum Armeeministerium (später Kriegsministerium genannt) um- bzw. zum Teil neugebaut wurde. Daran östlich anschließend, d.h. an der Schönfeldstraße, war bereits kurz zuvor (1823-26) das Wohnhaus des Armeeministers entstanden. Der Westbau an der Ludwigstraße ist insgesamt 77m lang und besitzt einen erhöhten siebenachsigen Mittelteil von 39m Länge mit Arkaden und einer sich dahinter befindlichen offenen, kreuzgratgewölbten Vorhalle. Architektonisch und stilistisch lehnt er sich an florentinischen Quattrocento-Bauten wie dem Palazzo Pitti an und besitzt somit auch eine Ähnlichkeit mit dem Königsbau der Residenz. Ebenso wie bei diesem besteht die Fassade aus rustiziertem Regensburger Grünsandstein, der sich im Fall des Armeeministeriums allerdings nur auf die Erdgeschoßzone beschränkt; zusätzlich ist das Armeeministerium in den Bogenzwickeln der Arkaden reich mit figurativen Steinmetzarbeiten geschmückt.

    Das Gebäude wurde von Klenze ursprünglich für eine von kleineren Wohnhäusern geprägte Umgebung konzipiert, aus der es herausstechen sollte; später wünschte König Ludwig I. allerdings wesentlich monumentalere Gebäude und beauftragte den Architekten Friedrich von Gärtner mit dem Bau der riesenhaften Bayerischen Staatsbibliothek im direkten nördlichen Anschluss. Eingerahmt durch die Staatsbibliothek im Norden und den ebenfalls wuchtigen Haslauer-Block im Süden ist das Kriegsministerium deshalb in seiner städtebaulichen Wirkung etwas eingeschränkt.


    Das Kommandanturgebäude an der Schönfeldstraße besteht ebenfalls aus einem erhöhten Mittelteil (sogar mit Säulenportal) und niedrigeren Seitenteilen; diese Seitenteile besaßen früher geschlossene Verbindungsgänge hinter den offenen Vorhallen, heute sind sie hingegen völlig offen.


    Im Krieg wurden beide Gebäude bis auf die Außenmauern zerstört und nachher für das Bayerische Hauptstaatsarchiv wiederaufgebaut, das diese bis heute nützt.


    Hauptgebäude an der Ludwigstraße:


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    Mittelteil:


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    Blick von Südwesten, links die Staatsbibliothek, anschließend die Ludwigskirche - ein sehr italienischer Anblick:


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    Blick von Nordwesten, rechts anschließend zuerst der Haslauerblock und dann das Landwirtschaftsministerium:


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    Ehem. Kommandanturgebäude an der Schönfeldstraße hinter dem Hauptbau:


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    Blick vom Hauptbau an der Ludwigstraße in Richtung Norden:


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    Blick in Richtung Südwesten, ganz rechts der ockerfarbene Block Ludwigstraße Nr. 15 / 17 / 19, den wir uns als nächstes ansehen werden:


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  • Die in einem warmen Ockerton gehaltene und von Klenze entworfene Dreiergruppe Nr. 15 / 17 / 19 auf der Westseite bildet in ihrer symmetrischen Fassadengestaltung eine Einheit: die einander entsprechenden Eckbauten Nr. 15 & 19 rahmen die Nr. 17 ein, die mit ihrem reicheren Fassadenschmuck fast wie eine Art Mittelrisalit wirkt, ohne dabei allerdings hervorzutreten. In ihrer Dekoration heben sich die drei Häuser von den anderen Bauten der Ludwigstraße vor allem durch die Verwendung von runden Stuckelementen, den sogenannten Tondi ab: während die Häuser 15 & 19 in ihren Tondi einfache blumenähnliche Muster besitzen, weist das Haus Nr. 17 im 1. Stock im Vergleich dazu reichere Muster und im 2. Stock Reliefbüsten von bedeutenden Renaissancekünstlern wie Michelangelo, Palladio, Leonardo da Vinci, Tizian, Bramante und Fra Bartolommeo auf; außerdem besitzt das Haus zusätzliche Felder mit antikisierender Stuckornamentik.

    Die Häuser Nr. 15 & 17 stammen von 1829/30, während das Haus Nr. 19 erst rund 7 Jahre später erbaut werden konnte, da die Grundstückseigentümer einen Verkauf des Terrains lange verweigerten.

    Im 2. Weltkrieg erlitten die Häuser unterschiedliche Schicksale: Haus Nr. 15 wurde zwar beschädigt, blieb aber im Wesentlichen erhalten; Haus Nr. 17 wurde bis auf die Fassade größtenteils zerstört und nachher völlig neu hinterbaut; Haus Nr. 19 erlitt kaum Schäden und besitzt als einziges der noch erhaltenen privaten Wohnhäuser an der Ludwigstraße sogar weitgehend seine originale Innenstruktur. Die Hofdurchfahrt ist eine der wenigen original erhaltenen der Ludwigstraße.


    Blick von Süden, links angeschnitten die Landeszentralbank:


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    Das mittlere Haus Nr. 17 mit seinem etwas reicheren Fassadenschmuck:


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    Blick in die südlich des Häuserblocks abzweigende Rheinbergerstraße, links die Landeszentralbank, rechts die Südseite von Haus Nr. 15:


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    Haus Nr. 19 (links), anschließend Häuser Nr. 21 & 23:


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    Die Hofeinfahrt von Nr. 19:


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    Blick von Norden auf das Haus Nr. 19, rechts davon in der abzweigenden Theresienstraße mit dem Haus Nr. 1 ein recht ansehnlicher Neubau von 2014-16 (anstelle eines Nachkriegsgebäudes), anschließend Ludwigstraße Nr. 21:


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    Anhand dieser Gegenüberstellung von Ludwigstraße 19 und Theresienstraße 1 sieht man wieder schön die riesigen Geschosshöhen der Gebäude der Ludwigstraße: Haus Nr. 19 besitzt vier Geschosse (wobei das oberste sogar nur ein niedrigeres Attikageschoss ist und die anderen dementsprechend höher) und Theresienstraße Nr. 1 bei gleicher Traufhöhe sechs. Auch ein typischer gründerzeitlicher Bau hätte bei dieser Traufhöhe auf jeden Fall fünf Geschosse. Genaue Geschosshöhen für die Gebäude herauszufinden ist natürlich sehr schwierig, aber das bereits vorgestellte Herzog-Max-Palais z.B. hatte eine Raumhöhe von 6,35 m. Es ist auch dieser Aspekt, der den Gebäuden der Ludwigstraße bei aller Strenge und mitunter Schlichtheit der Fassaden ihre Großartigkeit gibt.

    Ein näherer Blick auf den Neubau:


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    Blick von Norden auf den ganzen Häuserblock 15 - 19, rechts angeschnitten das Haus Nr. 21:


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    Karl Kraus

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  • Wir machen auf der Westseite weiter und gehen zu Haus Nr. 21, der ehemaligen Bayerischen Versicherungsbank.


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    Das Gebäude stammt nicht aus der Zeit des Klassizismus, sondern wurde 1910/11 anstelle eines klassizistischen Vorgängerbaus errichtet. Dieser Vorgängerbau stammte von Klenze und besaß eine komplett rustizierte Fassade im typisch florentinischen Stil (das Eckhaus links):


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    (Stadtarchiv München, Creative-Commons-Lizenz CC BY-ND 4.0)


    Hier noch eine nähere Ansicht des Gebäudes: https://stadtarchiv.muenchen.d…D=476833&DEID=10&SQNZNR=1

    Es war Klenzes nördlichster Bau in der Ludwigstraße, bevor er in der Weitergestaltung der Straße von seinem Konkurrenten Friedrich von Gärtner abgelöst wurde (heute sind die Häuser Nr. 19 auf der Westseite und Nr. 14 auf der Ostseite Klenzes nördlichste Bauten).


    Der Neubau von 1910/11, der von der bekannten Münchner Immobilienfirma Heilmann & Littmann gebaut wurde, übernahm den grundsätzlichen Stil der Fassade (vor allem die flächendeckende Rustizierung und die Gurtgesimsteilung), war aber im Sinne der Jahrhundertwende etwas prächtiger gestaltet, indem er ein großes Säulenportal und ein Girlandenfries unter dem Konsolgesims bekam.

    1937/38 wurde der Bau nach Westen entlang der Theresienstraße auf insgesamt 150 m verlängert und das Gebäude zudem innen umgebaut; dieser Verlängerung mussten fünf klassizistische Mietshäuser von 1827 weichen. Im 2. Weltkrieg blieb das Gebäude erhalten, allerdings wurde es danach innen mehrmals umgebaut, zuletzt 1997 - 2002, so dass von der historischen Ausstattung leider nicht mehr viel übrig ist. Einige Fotos des neu gestalteten Inneren finden sich auf der Website des für den Umbau von 1997 - 2002 verantwortlichen Architekturbüros:

    https://www.kochundpartner.de/cms/projekte/bvb-allianz/ und

    https://www.kochundpartner.de/…-allianz.pdf?m=1369751763

    Es ist traurig zu sehen, mit welch Mangel an Geschmack und Einfühlungsvermögen hier völlig austauschbare, gesichtslose Innenarchitektur geschaffen wurde, die mit dem historischen Äußeren überhaupt nicht harmoniert.


    Das Gebäude (samt Nebengebäude insgesamt 27.000 m² Bürofläche) wurde 2019 angeblich für 350 Mio. Euro von Pacific Eagle, einem asiatischen Investor, aufgekauft (Link 1, Link 2). In dem Gebäude sind Büros untergebracht, Hauptmieter ist die Boston Consulting Group. Der astronomische Preis spiegelt die inzwischen irrsinnigen Immobilienverhältnisse in Münchens besten Lagen wider...


    Nachfolgend noch einige Ansichten.


    Blick von der nordöstlich gegenüberliegenden Freitreppe der Staatsbibliothek:


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    Südfassade an der Theresienstraße, rechts die Ludwigskirche und angeschnitten die Staatsbibliothek:


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    Schrägansicht, rechts das ehem. Damenstift:


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    Ausblick nach Norden mit Portal, Ludwigskirche und Staatsbibliothek:


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  • Das historische Herzog-Max-Palais war äußerlich dem Kronprinzenpalais in Stuttgart erstaunlich ähnlich. Leider existieren beide Gebäude nicht mehr.


    Edit:

    Wikipedia bestätigt dies, Zitat:

    "Der Hofkammerbaumeister Ludwig Friedrich Gaab wurde mit der Planung des Bauwerks (Kronprinzenpalais) beauftragt und einer seiner drei vorgelegten Pläne Ende 1845 genehmigt. Gaab lehnte sich in seinem Entwurf teilweise an das Herzog-Max-Palais von Leo von Klenze in der Münchener Ludwigstraße an"

  • Kommen wir nun zu Ludwigstraße 16, der Bayerischen Staatsbibliothek.

    Wenn wir bisher schon einige große Baukörper an der Ludwigstraße zu sehen bekamen, so schlägt die Staatsbibliothek nun alles: es ist ein wahrer Koloss von 151m Länge, 77m Tiefe und knapp 25m Höhe, ein für vorgründerzeitliche Epochen unheimlich großes Gebäude, das wahrscheinlich nur von den großen Barockschlössern übertroffen wurde.


    Mein kläglicher Versuch, das Gebäude als Ganzes zu fotografieren:


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    Blick von weiter südlich:


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    Der Mittelteil mit Freitreppe und den vier antiken Gelehrten Thukydides Homer, Aristoteles und Hippokrates (es handelt sich um Kopien, die witterungs- und kriegsbeschädigten Originale befinden sich seit 1965 im Garten der Schule in Bernau am Chiemsee)


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    Die Staatsbibliothek war Friedrich von Gärtners erste Planung an der Ludwigstraße, mit der er 1827 begann (der Bau konnte aus Geldmangel allerdings erst 1832 begonnen werden; Fertigstellung 1843).

    Der Bau einer neuen staatlichen Bibliothek war unumgänglich geworden, seit Bayern in der Säkularisation Unmengen an Büchern und Schriften aus den Klosterbibliotheken zu den bereits bestehenden, großen wittelsbachischen Beständen hinzugewonnen hatte: es handelte sich insgesamt um über 500.000 Bücher, die provisorisch auf dem Dachboden der Alten Akademie in der Neuhauser Straße gelagert waren. Dieser Bücherbestand sollte nun im Sinne der aufgeklärten Zeit der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.


    Mit dem Bau der Staatsbibliothek und der nördlich davon gelegenen, zwar etwas später geplanten aber früher begonnenen Ludwigskirche tritt nun also Friedrich von Gärtner auf den Plan und löst Leo von Klenze als Gestalter der Ludwigstraße ab. Wie kam es dazu?

    Ludwig I. war seit einiger Zeit nicht mehr ganz zufrieden mit dem Bau- und Planungsfortschritt der Ludwigstraße und wollte deshalb einen weiteren Architekten beauftragen, um eine Konkurrenzsituation zu schaffen und die Dinge zu beschleunigen. Klenze hatte zudem immer öfter skeptisch und ablehnend auf die Wünsche Ludwigs I. reagiert, der eine monumentalere und stilistisch freiere Architektur wünschte, die sich nicht mehr ausschließlich an der griechischen und römischen Antike und der darauf aufbauenden Renaissance orientieren, sondern auch Elemente anderer Stile integrieren sollte. Klenze war aber zu sehr auf die strenge griechische und römische Baukunst fixiert, als dass er diesen Wünschen hätte nachgeben wollen und so wurde er von Ludwig zunehmend mit anderen Bauten beauftragt, bei denen seine Expertise laut Ludwig besser aufgehoben war: Allerheiligenhofkirche, Alte Pinakothek, Festsaalbau der Residenz, Ruhmeshalle, Propyläen und Walhalla. Die Ludwigstraße plante ab diesem Zeitpunkt Gärtner alleine weiter, der gesamte nördliche Teil der Ludwigstraße, beginnend mit der Staatsbibliothek auf der Ostseite und dem Damenstift (Nr. 23) auf der Westseite, stammt also von ihm, ebenso wie die Feldherrnhalle im Süden, die erst 1840-44 gebaut wurde.

    Gärtner war ein Vertreter des Romantizismus, der in seine Architektur auch mittelalterliche Elemente aus Romanik, Gotik und byzantinischem Stil einfließen ließ, "den rein gemüthlichen und phantastischen Werten", wie er sich ausdrückte. Die griechische und römische Antike sowie die Renaissance blieben zwar weiterhin wichtig und maßgeblich, sie waren aber nicht mehr die einzigen Orientierungspunkte. Oswald Hederer schreibt in seiner Monographie über die Ludwigstraße (1942):


    "Gärtner wurde zum Vorkämpfer einer Bewegung, die gegenüber dem antiken Kanon "gegen die streng griechischen oder den schulgerechten Lösungen überhaupt" die Gemütswerte, das freie Spiel der Phantasie, das Streben nach Unendlichkeit und Ferne, die Beziehung zur Landschaft und zur Historie zur Gestaltung aufruft. Darin vor allem war Gärtner wie Schinkel Romantiker, wie er sich früheren geschichtlichen Stilformen, insbesondere "den rein gemüthlichen und phantastischen Werten des Mittelalters", zuwandte. Nicht, dass man die Antike aus dem Bereich der Gestaltung verbannt oder sich ihrem hohen Anspruch verschlossen hätte, man versagt ihr nur, einziges Gesetz und unbedingt verpflichtendes Beispiel zu sein. Man sagte, die Antike sei nun erschöpft oder bis zum Überdruß nachgeahmt worden. Man war "des Wiederkauens, des ewig wiederholten und abermals gebrauchten, sowohl griechischen als römischen Stiles" müde. Der antike Tempel wurde als "exotische Pflanze" und als für das nordische Klima ungeeignet bezeichnet. Die bisher in München herrschende Richtung wurde als "Commiss" oder "Klenzestil" abgetan."


    Damit ist die erste Stufe des beginnenden Historismus erreicht: der sogenannte "romantische Historismus" (wenn man nicht den Klassizismus von Anfang an schon als historistisch bezeichnen möchte).


    Gärtner ist allerdings trotzdem noch genügend Klassizist, weswegen die Ludwigstraße nach Übernahme der Planung durch ihn keinen Bruch erlitt und insgesamt weiterhin ein einheitliches Bild abgibt. Hederer dazu:


    "Klassizistisch ist bei Gärtner wie bei Klenze das Überwiegen einer vorgefaßten Absicht und eines literarischen Programmes über selbsteigenes und naives Gestalten."


    Die Staatsbibliothek greift auf Wunsch von Ludwig I. in ihrem Äußeren den Stil der einfachen, aber wuchtigen spätmittelalterlichen florentinischen Palastbauten auf und kreiert so ein aufs Essentiellste reduziertes Erscheinungsbild: bis auf die rustizierten Ecklisenen gibt es keinerlei vertikale Gliederung, nur eine endlose horizontale Reihung von Rundbogenfenstern unterstrichen von Gurtgesimsen, dazu als einzige Betonung der Mitte die Freitreppe mit den Steinfiguren. Gärtner war selbst nicht ganz wohl dabei, er hatte ursprünglich Seitenrisalite und gliedernde Pilaster vorgesehen, was Ludwig aber alles ablehnte. Gärtner schreibt dazu:


    "Der König geht nun einmal nicht von der Idee ab, sie in einer Front aufbauen zu lassen, ohne Vorsprung, ohne Säule, ohne Portikus, lauter rundbogige Fenster alla fiorentina, kein Aufbau oder Mittel- oder Seitenerhöhung, kurz eine langweilige Bücherkaserne... der Palazzo Ruspoli steckt ihm im Kopf und auf meine Bemerkung, daß dieser gerade die Hälfte so lang sei, also nicht so leicht monoton aussehen könnte, freute sich seine Majestät und rieb sich die Hände."


    Im Inneren ist vor allem die große Treppe erwähnenswert, die eine Breite von 6m und eine Länge von 24m besitzt: sie ist in der Art einer Basilika angelegt mit einem mittleren Treppenschacht und zwei seitlichen Galerien. Außerdem existiert noch der westliche Fürstensaal, der mit Säulen und Kreuzgewölben ausgestattet ist.

    Im 2. Weltkrieg wurde das gesamte Gebäude durch Spreng-, Brand- und Phosphorbomben mehrfach getroffen und schwer zerstört; dabei verbrannten insgesamt 500.000 Bücher, ein immenser Verlust.

    Das Treppenhaus und der Fürstensaal wurden danach zuerst nur in rein architektonischer Form wiederhergestellt, ohne gemalten Dekor; das Treppenhaus bekam im Zuge einiger späterer Renovierungen allerdings einen Teil seines seitlichen Dekors wieder. Es fehlen aber weiterhin die Gewölbemalereien; es wäre schön, wenn diese eines Tages wiederkehren könnten.


    Einige Fotos des Treppenhauses:


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    (Wikimedia Commons, Urheber: Bayerische Staatsbibliothek, CC BY-SA 3.0 DE)


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    Der ursprüngliche Zustand:


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    (Wikimedia Commons, Public Domain)


    Eine weitere historische Ansicht:

    https://stadtarchiv.muenchen.d…D=664779&DEID=10&SQNZNR=1


    Fürstensaal:


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    Eingangshalle:


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  • Ausblicke von der Freitreppe:


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    Blick auf die gegenüberliegende Nr. 23, ehem. Damenstift:


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    Ein paar Fotos aus dem nördlich der Staatsbibliothek gelegenen Garten:


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    "In der Vergangenheit sind wir den andern Völkern weit voraus."

    Karl Kraus

  • Als nächstes betrachten wir das Gebäude Nr. 23, das ehem. Damenstift. Es ist sicherlich eines der schlichtesten und nüchternsten Gebäude der Ludwigstraße, ein Lückenfüller von 130m Länge, wenn man so will; es wurde von Gärtner entworfen und 1835-39 gebaut. Die Schlichtheit ist einerseits sicherlich den großen Sparzwängen geschuldet, nachdem die vorher begonnenen und damals noch laufenden großen Bauprojekte der Staatsbibliothek und der Ludwigskirche die Stadt München an den Rand des Bankrotts getrieben hatten (dazu später mehr), andererseits aber auch der Vorliebe Gärtners für reduzierte, klare Formen, für ein Vorherrschen von einfacher Geometrie und glatter Wandfläche bei minimalem Dekor. Sein Ausspruch "Ich suche alles den Zwecken dienlich zu machen und die Fassade rein aus der Notwendigkeit und der Konstruktion hervorgehen zu lassen" hört sich wie ein Manifest der modernen Architektur an. Gleichwohl behält er noch ein Minimum an formaler Gestaltung bei, so dass das Damenstift (wie auch seine nördlich anschließenden Nachbargebäude) trotzdem noch würdevoll wirkt: der ganze Komplex besitzt einen erhöhten Mittel- und zwei erhöhte Seitenteile, Gurtgesimse sowie rustizierte Ecklisenen und Fensterumrahmungen, die zusammen dem langgestreckten Gebäude einen gewissen Rhythmus geben.

    Da eine Gewinnung von privaten Bauherrn für die riesige Ludwigstraße seit längerem nicht mehr möglich war (kaum jemand wollte so weit von der eigentlichen Stadt entfernt in solch riesigen Häusern wohnen, wie Ludwig sie wünschte), wurden nun staatliche und kirchliche Institutionen angeworben, die sich hier ansiedeln oder zumindest investieren sollten. Für dieses Gebäude konnte Ludwig das Damenstiftkloster gewinnen, die bisher in der Damenstiftstraße in der Altstadt ansässig waren; zuerst war angedacht, dass das Kloster in den Neubau übersiedeln sollte, schließlich wurde es aber als reines Investitionsobjekt angegangen, d.h. man wollte es nach dem Bau vermieten, um das Stiftungsvermögen zu vergrößern. So wurden in das Gebäude zunächst große Mietwohnungen und auch einige Büros eingebaut. Von 1870 bis 1912 war dann das Maximiliansgymnasium sowie das königliche Realgymnasium hier untergebracht, so dass das Innere umgebaut wurde.

    Im 2. Weltkrieg schwer beschädigt, wurde es danach für den Bayer. Verwaltungsgerichtshof wiederhergestellt.

    Im dahinterliegenden Hof hat sich das sogenannte Riedererhaus erhalten, ein dreigeschossiges, klassizistisches Walmdachhaus von 1824/25, das als eines der letzten Überbleibsel Zeugnis ablegt von der einfachen bürgerlichen Wohnbebauung der beginnenden Maxvorstadt vor Errichtung der Ludwigstraße (heute Sitz des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege).


    Nun einige Ansichten des Gebäudes Ludwigstraße 23.


    Blick von Südosten, links angeschnitten Haus Nr. 21:


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    Mittelteil:


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    Blick von diesem Abschnitt der Ludwigstraße in Richtung Süden:


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    Links die Staatsbibliothek, rechts das ehem. Damenstift:


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    Blick nach Norden zur Ludwigskirche, der wir uns als nächstes widmen werden:


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    "In der Vergangenheit sind wir den andern Völkern weit voraus."

    Karl Kraus

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  • Dieser im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts in München entstandene 'Rundbogenstil' übte auf weite Strecken hinaus eine ungemeine Strahlkraft aus. Der St. Galler Architekt Felix Wilhelm Kubly studierte unter anderem von 1819 bis 1821 an der königlichen Akademie in München Baukunst. Als sehr erfolgreicher Architekt baute er unter anderem in den 1830/1840er-Jahren drei Zeughäuser: Das erste steht diagonal gegenüber der Kathedrale in St. Gallen am berühmten Klosterhof. Glarus und Herisau sind die Hauptorte der Bergkantone Glarus und Appenzell Ausserrhoden. Die Herkunft des Stils ist unverkennbar:


    Zeughaus St. Gallen am Klosterhof

    Zeughaus Glarus

    Zeughaus Herisau


    Mir als Nicht-Münchner kommen die Staatsbibliothek und das Damenstift sehr vertraut vor.

  • Die Pfarr- und Universitätskirche St. Ludwig (ab 1829 errichtet, Fertigstellung mitsamt Innenausstattung aufgrund großer finanzieller Probleme erst 1844) ist eines der Hauptwerke von Friedrich von Gärtner: in der durch Aufklärung und Säkularisation vollkommen unterbrochenen Kirchenbautradition stellt sie vor allem eine sehr eigenständige schöpferische Leistung dar, die sich in keiner Weise auf vorangegangene Vorbilder stützen konnte. Stilistisch ist sie eine Symbiose aus mittelalterlicher italienischer Architektur (eine romanisch-gotische Mischung), Byzantinismus und dem neuen nazarenisch-romantischen Sakralstil, der sich vor allem in der Innenausstattung zeigt.

    Zudem besitzt sie mit ihrer Doppelturmfassade (Turmhöhe 71m) eine große städtebauliche Bedeutung im Gesamtkonzept der Ludwigstraße: sie nimmt Bezug auf die am Odeonsplatz stehende barocke Theatinerkirche mit ihren ebenfalls zwei Türmen und schafft somit eine diagonale Nord-Süd-Verklammerung. Die Denkmaltopographie schreibt hierzu und zu ihrem Erscheinungsbild:


    "Dem gegenüber ist der städtebaulich-kontrapostische wie grundrissmäßige Bezug zur barocken Theatinerkirche am Südende der Ludwigstraße ein erstaunliches Phänomen - der kreuzförmig angelegte Bau mit überkuppelten Seitenschiffsjochen am Langhaus und weit gestellten, von außen an die Fassade herangeschobenen Türmen verbindet sich mit einer barocker Formgesinnung völlig konträren, zeitgemäß unplastischen, kraftvoller Dynamik entsagenden Auffassung, der andererseits auch romanische Massigkeit und körperhafte Wucht fremd ist. Flächigkeit - innen im Sinne eines Farbträgers - und eher graphisch als plastisch wirkende Gliederungsdetails bestimmen den Eindruck. Der Außenbau ist verputzt (mit Quaderimitation); nur Westfassade und Türme in hellem Kelheimer Kalkstein. Zwischen die Türme bzw. die Anräume am Westende der Seitenschiffe - nördlich Turmtreppe, südlich Taufkapelle - ist die dreijochige, kreuzgratgewölbte, in Säulenarkaden geöffnete Vorhalle über hoher Freitreppe eingezogen. Ludwig Schwanthalers Kalksteinfiguren (1832-35) in den Rundbogennischen des Mittelgeschosses darüber - Christus und die Evangelisten, dazu Petrus und Paulus auf den Giebelschultern - offenbaren die Problematik einer zeitgenössischen religiösen Plastik, die christlichen Gehalt mit antikisierendem Gewandschema zu vereinen suchte."


    Links und rechts schließen zwei Arkaden an die Kirche an, darauf folgen südlich wie nördlich zwei pavillonartige Gebäude: südlich das ehem. Wohnhaus Gärtners (Ludwigstraße 18, erbaut ab 1831), das im 2. Weltkrieg weitgehend zerstört und danach für das Universitätsbauamt äußerlich rekonstruiert wurde, und nördlich das Pfarramt (Ludwigstraße 22, erbaut ebenfalls ab 1831), das im Krieg unbeschädigt blieb, im Inneren allerdings teilweise umgebaut wurde.


    Der Innenraum wird charakterisiert durch die weit gespannten Rundbögen, den Kreuzrippengewölben der Langhausjoche, Querarme und Vierung sowie großen, glatten Wandflächen, die für Freskomalerei und ornamentale, etwas orientalisierende Polychromie bestimmt waren. Die ursprünglich von König Ludwig für die ganze Kirche vorgesehene Ausmalung mit Fresken durch Peter von Cornelius wurde angesichts der langsamen Arbeitsweise des Künstlers schließlich auf den Chor- und Querschiffbereich beschränkt; die restlichen Flächen wurden einfach verputzt. Da man vor einigen Jahren unter diesen verputzten Flächen Asbest gefunden hatte, der im Zuge einer Renovierung nach dem 2. Weltkrieg aufgebracht worden war, hat man inzwischen den Verputz entfernt; neuer Putz wurde indes noch nicht wiederaufgetragen, da man leider nicht weiß, in welcher Farbe diese Wandflächen ursprünglich gestrichen waren - der momentane Zustand ist also durch die rohen Ziegelwände etwas kompromittiert. Der ursprüngliche Zustand ist leider nicht mehr bekannt, seitdem in einer Renovierung 1903/04 die Raumfassung verändert worden war. Ich nehme aber mal an, dass man diese in einem Weißton ähnlich einer bereits verputzten Fläche streichen wird (siehe Fotos, nähere Infos hier).

    Das Altarfresko von Cornelius, das Jüngste Gericht darstellend, ist mit 18 x 11 m das zweitgrößte Altarfresko der Welt (nach dem Jüngsten Gericht von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle in Rom), es beherrscht den ganzen Innenraum. Leider gefiel es dem Auftraggeber Ludwig nach Fertigstellung nicht sonderlich, weswegen er sich mit Cornelius zerstritt und dieser daraufhin München verließ.

    Der Bau der Ludwigskirche musste öfter unterbrochen werden, da die Stadt München, die den Bau bezahlen sollte, kaum Geld hatte (sie war durch die vorangegangenen Bauten Ludwigs I. finanziell bereits stark belastet worden) und außerdem den Sinn einer so weit außerhalb der eigentlichen Stadt gelegenen Kirche nicht einsah; ein weiteres "retardierendes" Motiv mag sicher gewesen sein, dass Klenze, der große Konkurrent Gärtners, als Präsident der obersten Baubehörde versuchte, die Realisierung des Baus so gut es ging zu hintertreiben. Als die Stadt sich nun des öfteren weigerte, Rechnungen für die Baustelle zu begleichen, drohte Ludwig I. zuerst mit dem Wegzug der Universität (die erst 1826 nach München verlegt worden war) und schließlich mit seinem eigenen Wegzug aus der Residenz - eine veritable Erpressung, die den Stadtmagistrat schließlich einlenken ließ. So kletterte innerhalb weniger Jahre der städtische Schuldenstand von 300.000 Gulden auf über 2,5 Millionen, wobei die Ludwigskirche alleine 1,2 Millionen kostete.


    Im 2. Weltkrieg wurde die Kirche vergleichsweise gering beschädigt (u.a. wurden zwei Gewölbe im südlichen Seitenschiff zerstört), sie blieb im Gegensatz zu den meisten anderen Kirchen im Zentrum Münchens weiterhin benutzbar.

    Bereits 1957 wurde auf Bestreben von Universitätsprediger Romano Guardini ein Volksaltar aufgestellt - bemerkenswert früh, da dies eigentlich erst auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) beschlossen wurde.


    Die Ludwigskirche hatte beträchtliche Wirkung auf den weiteren Kirchenbau im 19. Jh.; so ist z.B. die Altlerchenfelder Pfarrkirche in Wien klar von ihr beeinflußt: ihr Architekt, der Schweizer Johann Georg Müller, hatte 1839/40 ein Jahr in München verbracht, um an der dortigen Bauakademie zu studieren und bei dieser Gelegenheit auch die Baustelle der Ludwigskirche besichtigt. Die Altlerchenfelder Kirche, die fast 20 Jahre nach der Ludwigskirche entstand, ist allerdings auf einer weiterentwickelten Stilstufe, sie ist innen wesentlich reicher und feiner gestaltet.


    Hier einige Fotos:


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    Frontal von der gegenüberliegenden Einmündung der Schellingstraße aus:


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    Das Dach ist mit verschiedenfarbig glasierten Ziegeln gestaltet, die im 2. Weltkrieg zerstört, von 2007–2009 aber rekonstruiert wurden. Von der Straße aus sieht man sie nur wenig:


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    Aus der Luft hingegen wirken sie sehr beeindruckend, hier eine Ansicht von Wikipedia:


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    (Wikimedia Commons, Urheber M-Luftbild, GNU Free Documentation License)


    Einige Ansichten aus dem dahinter gelegenen Garten:


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    Blick durch die Arkaden auf das Haus Ludwigstraße 27:


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  • Wir kehren auf die Westseite zurück und schauen uns das Gebäude Ludwigstraße 25 an, das ehem. Blindeninstitut. Nachdem es inzwischen unmöglich geworden war, weitere städtische oder staatliche Mittel für Neubauten zu bekommen, suchte Ludwig nun nach Stiftungen und Staatsbetrieben, die über eigene Geldmittel verfügten und deren Ausgaben von einer Genehmigung des Landtags unabhängig waren, dabei aber trotzdem unter königlichem Einfluss standen.

    Als erstes Institut wurde daraufhin die Blindenanstalt von Freising nach München verlegt, wofür Gärtner von 1833-35 (Innenausbau bis 1837) einen Neubau an der Ludwigstraße errichtete. Das 65m lange Gebäude ist in seinen Grundeigenschaften ähnlich schlicht und flächig wie das südlich angrenzende Damenstift, besitzt aber zwei Portale aus Sandstein, kleine romanisierende Säulen in den Laibungen der Fenster des 1. Stocks und ein Ornamentfries unter der Traufe. Die in Quaderoptik gestaltete Putzoberfläche wirkt durch ihre leichte Verschiedenfarbigkeit reizvoll. Vor allem durch seine beiden Portale, die zusätzlich mit jeweils zwei Giebelfiguren versehen sind, erweckt das Gebäude insgesamt einen klösterlich-sakralen Eindruck.

    Im 2. Weltkrieg wurde das Gebäude nur wenig beschädigt, Ende der 60er Jahre dann aber leider völlig entkernt und für die Verwendung durch die Ludwig-Maximilians-Universität (romanische und italienische Philologie sowie Theaterwissenschaft) hergerichtet. Dabei wurde auch der Mittelteil der rückseitigen Fassade in moderner Weise neugebaut. 2013 beschloss das Staatliche Bauamt die Zusammenführung von mehreren vorher zerstreuten Instituts- und Fachbereichsbibliotheken der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften in das Gebäude des ehem. Blindeninstituts und baute dieses innen erneut komplett um (nähere Informationen zu dieser Baumaßnahme zusammen mit einigen Fotos hier).


    Einige Ansichten:


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    Ausblick nach Norden, am rechten Bildrand die Ludwigskirche, links angeschnitten das ehem. Blindeninstitut und anschließend das Haus Nr. 27, dem wir uns nun zuwenden:


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    Karl Kraus

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    Das Gebäude Nr. 27, 1838-43 von Gärtner für die Bergwerks- und Salinen-Administration errichtet, ist ein sehr interessanter Bau: er besitzt mit seiner in weiten Teilen leuchtend roten, unverputzten Backsteinfassade eine nicht zu übersehende Ähnlichkeit mit der Berliner Bauakademie von Schinkel. Diese Ähnlichkeit kommt nicht von ungefähr, da Gärtner 1835 Berlin besucht hatte und sich von Schinkel die im Entstehen begriffene Bauakademie hatte zeigen und erklären lassen. Gärtner schafft mit der Salinen-Administration allerdings keine bloße Imitation des Schinkelschen Baus, sondern wandelt diesen im Sinne der süddeutschen Traditionen und der Ludwigstraße um. Während die Bauakademie durch ihre weit vorstehenden Lisenen, die von den horizontalen Bändern nicht unterbrochen werden, und ihre dreiteiligen Fenster einen starken Vertikalismus ausdrückt und die reinen Wandflächen durch die stärker ausgeprägte Plastizität sehr knapp ausfallen, verhält es sich bei der Salinen-Administration genau umgekehrt: hier sind es die ebenfalls vorhandenen Lisenen, die sich unterordnen und ihrerseits die horizontalen Gurtgesimse nicht unterbrechen, wodurch die Fassade einen starken Horizontalismus entwickelt; außerdem ist die gesamte Fassade sehr flach und die reinen Wandflächen im Vergleich zu den Gliederungselementen viel größer. Dieser Horizontalismus und Flächigkeit sind typisch für München und Altbayern (siehe auch die Inn/Salzach-Architektur) und sind auch dem starken italienischen Einfluss geschuldet, der hier von jeher maßgeblich war und die gesamte Ludwigstraße prägt.

    Die Fassade der Salinen-Administration ist dabei keine roh belassene Ziegelwand, sondern besitzt eine "toskanische Verblendung aus kleinformatigen, scharfkantigen Klinkersteinen (...), die eine glatte, matt-glänzende, scheinbar fugenlose Oberfläche ergeben", wie die Denkmaltopographie schreibt. Oswald Hederer schreibt in seinem Buch "Die Ludwigstraße in München": "Keilförmig geschnittene Verblendsteine mit glatten Vorderflächen sitzen scharfkantig aufeinander und sind nur mit der Rückseite in die Hintermauerung gebunden. Die Oberfläche wird dadurch spiegelglatt."

    Zusätzlich ist die Fassade mit Terrakotta-Ornamentik geschmückt: sie findet sich auf den Bändern zwischen den Lisenen, in den profilierten Gewänden der Rundbogenfenster und des Portals, im Gurtgesims über dem Erdgeschoss und vor allem als umlaufender Fries unter und im Konsolgesims selbst.

    Die Salinen-Administration Gärtners kann insgesamt als Symbiose zwischen nordischer und italienischer Backsteinarchitektur gelten, als zwar von Schinkel inspirierte, aber letztendlich transformierte eigenständige Leistung Gärtners.


    Im 2. Weltkrieg wurde das Gebäude vor allem innen und im rückwärtigen Bereich schwer beschädigt, die Fassaden blieben allerdings stehen. Nach dem Krieg wurde es zuerst für die Bayer. Berg-, Hütten- und Salzwerke AG wiederhergestellt, 1970 dann aber für die Verwendung durch die nördlich angrenzende Universität umgebaut, so dass das Innere mit Ausnahme des Eingangsflurs mit vier Kreuzgratgewölben und den seitlich anschließenden gewölbten Gängen völlig neu gestaltet ist.


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    Ausschnitt aus der Fassade:


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    Südfassade an der Schellingstraße, die Schäden im Sockelbereich stammen von Bombensplittern des 2. Weltkriegs und wurden als "Wunden der Erinnerung" belassen:


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    Blick von Norden, rechts bereits ein Teil der Universität:


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    "In der Vergangenheit sind wir den andern Völkern weit voraus."

    Karl Kraus

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  • Hast Du eventuell Detailaufnahmen der Fassaden der Salinen-Administration? Ich finde den folgenden Aspekt sehr interessant:

    Die Fassade der Salinen-Administration ist dabei keine roh belassene Ziegelwand, sondern besitzt eine "toskanische Verblendung aus kleinformatigen, scharfkantigen Klinkersteinen (...), die eine glatte, matt-glänzende, scheinbar fugenlose Oberfläche ergeben", wie die Denkmaltopographie schreibt. Zusätzlich ist die Fassade mit Terrakotta-Ornamentik geschmückt:

    Dazu hatte ich das zweitletzte Bild in deinem vorletzten Beitrag stark vergrössert, aber die Struktur trotzdem nicht gut erkennen können. Dafür kann man am Sockel vor allem an der Seitenfassade enorme Feuchtigkeitsschäden und Löcher feststellen. Stammen letztere vielleicht noch von Strassenkämpfen im 2. Weltkrieg?

  • Ich hab leider keine Detailaufnahmen... während ich den Beitrag geschrieben habe, hab ich mir auch schon gedacht, dass es interessant wäre, die Fassade genauer zu zeigen. Ich werd bei Gelegenheit weitere Fotos machen und nachliefern! Ich hab jetzt allerdings aus zwei meiner bestehenden Fotos Ausschnitte mit Originalauflösung gemacht, vielleicht hilft das fürs erste weiter... ich hab sie zum oberen Beitrag hinzugefügt.

    Bzgl. der Schäden hast du recht, gut beobachtet! Es handelt sich um Schäden, die durch Bombensplitter des 2. Weltkriegs verursacht und als "Wunden der Erinnerung" belassen wurden.

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    Karl Kraus

  • Kommen wir nun zum Universitätsforum, einer großen, beidseitigen, quadratischen Ausbuchtung der Ludwigstraße. Die beiden Platzhälften sind seit 1946 nach Widerstandskämpfern der Weißen Rose benannt: der westliche Teil heißt Geschwister-Scholl-Platz, der östliche Professor-Huber-Platz.

    Beginnen wir mit der Ludwig-Maximilians-Universität, die die ganze westliche Platzhälfte ausfüllt. Die bayerische Landesuniversität war 1472 von Herzog Ludwig dem Reichen in Ingolstadt gegründet worden, bis sie 1800 von Kurfürst Max IV. Joseph, dem nachmaligen ersten König von Bayern, nach Landshut verlegt wurde. 1826 wiederum beschloss dessen Sohn Ludwig I. die nochmalige Verlegung in die Hauptstadt München, wo bereits seit 1759 die Akademie der Wissenschaften ansässig war; in deren Gebäude in der Neuhauser Straße, der Alten Akademie, wurde die Universität zunächst dann auch untergebracht, bis der Neubau an der Ludwigstraße zum Bezug bereit stand.

    Das neue Universitätsgebäude an der Ludwigstraße wurde nach Plänen von Gärtner in den Jahren 1835-40 erbaut, 1840 konnte die Universität schließlich in ihr neues Heim umziehen.

    Das Universitätsgebäude ist wieder im italienisch-romanisierenden Stil Gärtners gehalten, der dieses Mal romanisierende Biforienfenster mit großen, in Steinquaderoptik verputzten Wandflächen kombiniert und auf plastische Gliederungen wieder weitgehend verzichtet. Die Mitte des Haupttraktes wird durch neun große Pfeilerarkaden vor einer offenen Eingangshalle akzentuiert, nach oben hin begrenzt ein Rundbogenfries, ein profiliertes Kranzgesims und eine niedrige Attika mit Akroterien die Fassade. An den nördlichen und südlichen Seitentrakten zur Ludwigstraße hin sind dreiachsige Pavillons zur Platz- und Straßeneinfassung platziert, die als leichte Risalite abgesetzt und mit Ecklisenen und Akroterien versehen sind. Diesen Pavillons entsprechen auf symmetrische Weise zwei weitere Pavillons auf der Ostseite des Forums.


    Blick von Süden auf den westlichen Teil des Universitätsforums:


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    Der Haupttrakt:


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    Der südliche Seitentrakt:


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    Haupttrakt mit angeschnittenem nördlichen Seitentrakt:


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    Nördlicher Seitentrakt mit Eckpavillon:


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    Nördlicher Eckpavillon, rechts davon einmündend die Adalbertstraße, ganz rechts das Haus Ludwigstraße 29:


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    Blick von Norden zurück zum Universitätsforum und zur Ludwigstraße:


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