Röttingen (Galerie)

  • Röttingen ist ein kleines Städtchen mit etwa 1700 Einwohnern im Landkreis Würzburg (wobei die Einwohnerzahl seit Jahrzehnten ziemlich gleich blieb).
    Es liegt an der Romantischen Straße (die hier auch heutzutage noch tatsächlich recht romantisch ist) und im Tal der Tauber. Flussaufwärts folgen Creglingen mit der Herrgottskapelle und Rothenburg ob der Tauber, flussabwärts Weikersheim mit Schloss und Park sowie Bad Mergentheim.


    Die nachfolgenden eigenen Aufnahmen stammen von einem Ostersonntag-Ausflug ins Taubertal vor zwei Jahren. Von Röttingen hätte ich mir ein wenig mehr erwartet, insbesondere was den Häuserbestand angeht. Trotzdem ist es natürlich einen Aufenthalt wert.


    Der Rundgang durch das Städtchen beginnt an der Stadtmauer im Norden.


    Erbsengasse mit Stadtmauer und Schneckenturm aus dem 14. Jahrhundert:



    Benachbart der Rippacher Turm:


    Jakobsturm, Feldseite:


    Die Stadtseite vom Jakobstor bzw. -turm, 2009 gab es dafür den Förderpreis des Bezirks Unterfranken zur Erhaltung historischer Bausubstanz (sieht für mich irgendwie zu sehr modernisiert aus):


    "Um neues Leben in den Turm zu bringen, wurde die der Stadt zugewandte Seite umgebaut und beherbergt nun Ferienwohnungen."

    Jakobsturm (Röttingen) – WürzburgWiki (wuerzburgwiki.de)


    Wie schon geschrieben, es war Ostern.

  • Die kath. Pfarrkirche Sankt Kilian, im Kern spätromanisch, außen besonders interessant die frühgotische Apsis:



    Altäre und Kanzel aus barocker Zeit.




    Nahebei Werrgäßlein 5, bezeichnet 1579, mit neugotischer Hausmadonna.


  • Marktplatz mit Rathaus:


    Links Nr. 6, der Gasthof zum Ochsen


    Rechts die Nr. 7 mit den Röttinger Bürgerstuben, ein Fachwerkbau (gemäß der Denkmalliste) aus dem 17. Jahrhundert.


    Den östlichen Abschluss des Marktplatzes bildet das barocke Rathaus von 1750.



    Westliche Nordseite mit dem Kirchturm dahinter.


    Die Nr. 2 (rechts) das stattlichste Fachwerkhaus am Marktplatz, hoffentlich verfällt es nicht weiter...:

  • Weiter geht es an der Obergasse:

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    Nr. 18 und 16


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    Obergasse 16, auch ein wenig heruntergekommen...


    Hauptstraße 20, das Gasthaus zum goldenen Kreuz:

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    Untergasse 8, der sogenannte Hohe Bau, Ostseite.


    "Um 1210/20 als dreigeschossiger Wohnturm auf quadratischem Grundriss errichtet, kurz danach um einen nur 1,20 m entfernten, südlich freistehenden Turm auf rechteckigem Grundriss ergänzt, der möglicherweise durch einen Holzsteg mit dem Nordturm verbunden war. Dessen Hocheingang befand sich im Burghof auf der Ostseite, wo die Zweiteilung noch an einem schachtartigen Einsprung erkennbar ist. Der Südturm wurde um 1430/40 nach Westen erweitert, mit einstigem Prunkerker im zweiten Obergeschoss, von dem noch die Konsolen erhalten sind. Sigmund von Gebsattel verknüpfte die beiden Turmbauten 1494–97 durch Mauern miteinander und setzte einen einstöckigen Fachwerkaufbau mit einer Bohlenstube und zwei Dachgeschossen auf; im Inneren befindet sich sein Wappen an einem Türsturz. Anbauten des 18. und 19. Jahrhunderts. Geringe Reste eines bauzeitlichen Biforium in der Ostwand."

    Röttingen – Wikipedia


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    von Süden aus gesehen


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  • Markus

    Der Vorzustand des Turms zum Vergleich: http://www.dagschroeder.de/pro…akobsturm-roettingen.html

  • Untergasse Richtung Spitalkirche:


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    Warum ich das Spitalgebäude so nicht abgelichtet habe ist mir ziemlich unklar...:

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    Spital, bezeichnet 1613


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    Der Neue Hundheimer Torturm ist erreicht, wobei unsereiner bei Hund(s)heim eher sehnsüchtig an die derzeit unerreichbaren Hainburger Berge denkt. Und eigentlich ist nicht so klar, warum Hundheim, der nächste Ort ist doch Weikersheim...


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    Alter Hundheimer Torturm

  • Die südliche Flanke von Röttingen zu Mühlbach und Tauber hin, mit Altem und Neuem Hundheimer Torturm sowie Spitalgebäude und -kirche:


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    Mit Burg Brattenstein im Hintergrund.


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    Ehem. Schneidmühle von 1838


    Zitat

    Nach dem Verkauf des Areals im Jahre 2012 plante der Italiener Gian Luca Volpe ein Spezialitätenlokal mit Verkaufsladen und Übernachtungsmöglichkeiten in dem Gebäude. Doch die Pläne zerschlugen sich. Nachdem die Mühle auf die Stadt Röttingen zurückgefallen war, hatte der Röttinger Stadtrat den Weg freigemacht und einer Weiterveräußerung des Objekts an die Familie Baumann zugestimmt. Das sanierungsbedürftige Gebäude soll nach ihren Plänen zu einem Tagungs- und Eventzentrum umgebaut werden.

    Schneidmühle (Röttingen) – WürzburgWiki (wuerzburgwiki.de)


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    mit Mühlenturm der Stadtbefestigung


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    Bildstock mit Maria Immaculata von 1759


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    Das war´s von Röttingen.

  • Zum Hohen Bau


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    Untergasse 8, der sogenannte Hohe Bau, Ostseite.

    Zur Baugeschichte:

    https://journals.ub.uni-heidel…icle/download/40928/34588


    https://www.alleburgen.de/pics/by/a/a755.jpg


    Historische Ansicht (ca. 1909):

    https://www.ebay.de/itm/383659992751


    Aktuelle Situation:

    https://www.mainpost.de/region…-mit-aussicht-art-7159677


    Von dem auf dem Bild mit abgebildeten östlichen Nachbargebäude ist das Dachgeschoß nicht mehr vorhanden. Damit ist das Biforium, das bisher teilweise verdeckt war, vollständig sichtbar (auf Markus' Bild links neben dem Kamin).