Bruneck (Südtirol) (Galerie)

  • Bruneck (ital. Brunico) ist der Hauptort des Pustertals und mit knapp 17000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Südtirols.


    Bruneck vom Kronplatz gesehen, Blick ins Tauferer Tal

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    Luftaufnahme von 2018

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    Die nachfolgenden eigenen Aufnahmen sind von 2014.


    Ein erster Blick auf die vom Schloss überragte Altstadt und die Rienz:

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    Durch das Florianitor (La Porta di San Floriano), auch Lucke oder Schlipfturm genannt, eines von vier Stadttoren, geht es in die Altstadt:

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    Blick vom Tor zum ehem. Gasthof zum goldenen Hirschen, überragt vom Schloss.


    Bevor man die Stadtgasse erreicht, wird noch die Hintergasse gequert:

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    Stadtseite vom Florianitor


    Die Stadtgasse ist erreicht und ein erstes Wohnhaus mit Zinnengiebel und Erker, das Stoffelehaus (Nr. 50):

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    Die Nr. 48 mit barockem Giebel und Relief eines Kaufmannes mit Spruchband.


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    Vom ehemaligen Gasthof Goldener Hirsch blieb das Wirtshausschild:

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    Ein Gebäude weiter, die Nr. 44, das ehemalige erste Rathaus der Stadt, das sogenannte Strehlehaus, mit Vorschussmauer, weit vorkragendem Erker, älterem Portal und Architekturmalerei.


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    Links daneben die zweiachsige Nr. 42 war das zweite Rathaus.


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    Stadtgasse Blickrichtung Osten:

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    Das sechsachsige Neuhauserhaus (Stadtgasse 29) wird auch Michael-Pacher-Haus genannt, weil im 15. Jahrhundert dort der berühmteste Künstler Brunecks lebte und arbeitete.


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    "Bei der letzten Restaurierung konnten an der linken Fassadenfront Renaissancefresken entdeckt werden, die seither ausgespart blieben. Sie zeigen reiche Rankenmalerei mit Fabelwesen und Schriftbändern auf weißem Putz. Der Teil eines schwarz-goldenen Reichsadlers gehört hingegen zu einer älteren Putzschicht."

    Stadtgasse (Bruneck) – Wikipedia


    Die von einem Erker gezierte einachsige Nr. 27 wird von Zinnen abgeschlossen:

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    Der weitere Verlauf der Stadtgasse ostwärts mit gleich drei zinnenbekrönten Wohnhäusern.


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    Die Nr. 23 mit Architekturmalereien und einem Adam und Eva darstellenden Gemälde zwischen den Fenstern im ersten Obergeschoss.

    Die Nr. 21 wird durch einen Zinnenkranz abgeschlossen.


    Fabelmalereien an der Nr. 16

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    Ein weiteres Haus mit Zinnenabschluss und modernem, auf die Bäckerei bezogenem Sgraffito:

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    Die Nr. 11 mit Fassadenmalereien um die Fenster und am Eck, links das zur Straße einachsige, aber zur Rienz hin breiter werdende Paradeishaus (auf der allerersten Aufnahme im Strang das vierte Haus von rechts in Gelb):

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    Damit ist das Rienztor (La Porta della Rienza) erreicht, hier die Stadtseite (auf einmal war es schwer drauf zu bekommen):

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    Das Rienztor wurde auch Apothekentor, Brückentor, Spitalstor, und Tor bei der Fleischbruggen genannt.

    Durch Bruneck führte die alte Handelsstraße von Augsburg nach Venedig, die Strada d´Alemagna.

  • Das Gebäude rechts, die Stadtgasse 7 ist die ehemalige Fragsburg, die im 15. Jahrhundert eine Zeitlang dem Tiroler Landesfürsten Sigmund dem Münzreichen gehörte:

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    Die Granitrahmung der Eingangstür ist mit 1769 bezeichnet.



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    Das links angeschnittene Gebäude, Stadtgasse 4, einer der beiden Fremdkörper, zumindest für mich, an der ansonsten doch sehr harmonischen Stadtgasse, das Schreibwarengeschäft Athesia. Der Name klingt mir ein wenig nach einer Krankheit, der zweite Fremdkörper ist ebenfalls ein Buchgeschäft, gleichfalls Athesia und in der Alt- und Neustadt Sterzings ist mir insgesamt gerade mal ein Gebäude sehr störend aufgestoßen, ein Buchladen mit dem Namen Athesia...

    Andererseits muss man ja in der heutigen Zeit schon froh sein, wenn es da und dort Buchläden auch noch gibt (da hat man z. B. im Münchner Nordosten so seine Mühe damit, offenbar muss man dafür schon bis in die Innenstadt...).


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    Stadtgasse 2 ohne Grüst:

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    Rückseitig:

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    Das Unterrainertor schließt die Stadtgasse nach Osten ab:

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    Das Tor wird auch Oberes Tor und Ragentor genannt. Das größere Fresko zeigt den Stadtgründer Bischof Bruno. Das schlecht erhaltene untere Bild geht noch in die Zeit von Michael Pacher zurück.

  • Weiter geht es in Ragen, noch zu Bruneck gehörig, aber außerhalb der einstigen Stadtbefestigung.


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    Der Straßenzug nennt sich Oberragen.

    Oberragen (Bruneck) – Wikipedia


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    Seeböckhaus an der Abzweigung zum Schlossweg.


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    Stadtgasse 6 mit Zinnenabschluss, zweigeschossigem Erker, spitzbogiger Eingangstür und Jahreszahl 1657 an der Graniteinrahmung der Fenster im Erdgeschoss:

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    Der Oberragen ist ein Locus classicus für Freunde von Wohnhäusern mit Zinnenkränzen:

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    Hier mit dem Turm von St. Katharina auf dem Rain im Hintergrund:

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    Darüber das Schloss.


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    Palais Sternbach und Mariensäule


    "Bartholomäus von Welsberg erbaute das Anwesen und auch die heutige Pfarkirche östlich davon. Er war Schlosshauptmann von Bruneck und kaiserlicher Rat unter Maxililian I. Nach häufigen Besitzerwechseln erneuerte Anton Wenzel Freiherr von Sternbach, einer der reichsten Grundherren Tirols, das Gebäude von Grund auf, sodass es 1684 vom Fürstbischof in den Rang eines Ansitzes mit dem Namen Sternbach erhoben wurde. Es wurde sodann eine Hauskapelle in den neuen Ansitz eingebaut und vor dem Gebäude die steinerne Bildsäule der Maria Immaculata vom Bildhauer Michael Rasner 1701 errichtet. Aufgrund seines Kupferdaches blieb das Palais beim Stadtbrand 1723 verschont. 1738 stiegen hier Kaiser Franz Stephan von Lothringen und Maria Theresia bei der Durchreise für eine Nacht ab."

    Oberragen (Bruneck) – Wikipedia


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    Die beiden zinnengeschmückten Häuser Oberragen 29 und 31

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    Oberragen und Pfarrkirche zu unserer lieben Frau, im Hintergrund der oder das Widum (Widum = Pfarrhof im Tirolerischen)


    Widum (Oberragen 22)

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  • Durch das Rienztor geht es nochmals in die Altstadt:

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    Stadtgasse westwärts:

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    Mittig die zweite Störung der Gasse aus jüngerer Zeit in Form von Athesia, wobei das sicherlich einige nicht weiter stört.


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    Die Nr. 62, das Kirchbergerhaus ist erreicht, daran anschließend weitere schmale Häuser mit Zinnenabschlüssen:

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    Das Kirchbergerhaus war ursprünglich Sitz der bischöflichen Verwaltung. Beim Brand von 1723 wird der aus drei Häusern bestehende Bau eingeäschert und anschließend von Bischof Graf Künigl dem Bierbrauer Johann Kirchberger verkauft. Neben den offenbar noch vom Vorgänger erhalten gebliebenen steingerahmten Spitzbogenportalen schmücken das Haus Architekturmalereien und ein weit vorkragender Erker mit dem Wappen des Bischofs von Brixen.


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  • Blick zum Ursulinentor:


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    Links das Engelmohr-Haus mit einem Wappenfries aus dem 16. Jahrhundert an der Fassade. Im rechten Gebäude gibt es passend zu Südtirol ein Speckmuseum.


    Wohl die Erdgeschosshalle vom Engelmohr-Haus (?):

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    Im Inneren wären noch einige weitere Häuser recht spannend.


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    Das mittige Nöcklerhaus (Nr. 53) aus gotischer Zeit mit hübschem Zinnengiebel:

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    Den westlichen Abschluss der Stadtgasse bildet das Ursulinentor:

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    Das Ursulinentor (La Porta delle Orsoline) wird auch Klostertor und Unteres Tor genannt. Frühere Namen waren Neutor und Gänsetor.

  • Feldseite vom Ursulinentor:

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    Das bedeutendste Fresko am Torturm wurde bei der Erhöhung des Torbogens z. T. zerstört, es geht wohl noch in die Zeit von Hans von Bruneck (15. Jahrhundert) zurück:

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    Ursulinenkloster und -kirche am Tschurtschenthaler-Park.


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    Ursulinenkirche (Bruneck) – Wikipedia


    Klostergarten


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    Bildstock beim Ursulinentor:

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    Ein weiterer Bildstock befindet sich an der Straße nach Dietenheim

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  • Über die Raingasse geht es aufwärts zur Pfarrkirche Sankt Katharina auf dem Rain:

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    Der Patrizier Nikolaus Stuck stiftete im 14. Jahrhundert eine Kapelle. Um 1675 entstand die heutige Kirche, die nach dem Stadtbrand 1723 eine barocke Haube bekam. Bis 1972 gab es auf dem Turm noch einen Nachtwächter.


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    Als Hochaltarbild findet sich die Vermählung der hl. Katharina.


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    Rainkirche und Schloss Bruneck vor dem Kronplatz

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    Zitat

    Eine Sage rankt sich um die Glocke der Kirche. Als die Glocke verkauft werden sollte, konnten zwölf Pferde auf bergab führendem Weg sie nicht mehr vom Fleck bewegen und ein Zettel fiel vom Himmel. Auf ihm stand: „Katharina heiß’ ich, / alle Wetter weiß ich. / Alle Wetter vertreib’ ich, / und im Rainturm bleib’ ich.“ Als die Glocke daraufhin wieder zurückgebracht wurde reichten dafür zwei Pferde.

    St. Katharina auf dem Rain (Bruneck) – Wikipedia


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  • Ja, gut zu sehen in der Luftaufnahme im allerersten Beitrag.



    Stadtmauer bei der Rainkirche:

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    mit Ursulinenkirche



    Oberhalb der Stadt und Rainkirche das Schloss Bruneck:


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    Zitat

    In jüngster Zeit diente Schloss Bruneck mehrmals als Notunterkunft für Schulen mit Platzmangel, nämlich für die kaufmännische Lehranstalt Bruneck (heute Handelsoberschule Bruneck) und für das Realgymnasium Bruneck. Schließlich wurde es von der Stiftung Südtiroler Sparkasse gekauft und der Stadtgemeinde Bruneck zur Benützung überlassen. Diese wiederum bot es dem Extrembergsteiger Reinhold Messner an, der im Juli 2011 hier sein Messner Mountain Museum Bergvölker eröffnet hat.

    Schloss Bruneck – Wikipedia (mit ein paar Innenaufnahmen)


    Museum - Messner Mountain Museen (messner-mountain-museum.it)


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  • Zum Ausklang geht es nochmals in die Stadtgasse.


    Blick vom Ursulinentor ostwärts:


    Etwas unscheinbar liegt beim Ursulinentor das einstige Amthaus des Klosters Neustift (Casa Amministrativa dell´Abbazia de Novacella), ab dem 19. Jahrhundert genutzt als k.k.Rentamt, Magistratsgebäude, Kaserne, Sitz des städt. Elektrizitäts- und Wasserwerkes, Schulgebäude und Stadtbibliothek.




    Ein Blick in die Hintergasse:




    Eine letzte Ansicht Brunecks mit Stadtmauerturm, das war´s.