Leipzig (Allgemeines)

  • Zur Passage "Strohsack" findet man bei Wikipedia folgendes :


    Das ehemalige Gebäude auf dem Grundstück Nikolaistraße 10 hieß von 1681 bis 1781 das „Freieslebensche Haus“, danach das „Kraushauptsche Haus“ und von 1816 bis 1927 „Stadt Hamburg“. Nachdem es 1920 die Schweizerhaus A.G. erworben hatte, nannte diese es ab 1927 „Schweizer Haus“. Zeitweise war hier auch das Schweizer Konsulat.[1] Das Schweizer Haus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.[2] Die entstandene Baulücke bestand in der Nikolaistraße mehrere Jahrzehnte, 1989 begann die Stadt, auf dem Areal einen Plattenbau zu errichten. Nach der Leipziger Volksbaukonferenz im Februar 1990 wurde beschlossen, den zu dem Zeitpunkt in Erdgeschosshöhe fertigen Bau zu stoppen.[3]

    ...


    Von 1995 bis 1997 realisierten die Leipziger Architekten Bernd Appel, Anuschah Behzadi und Heike Bohne[3] auf den beiden Grundstücken die oben beschriebene Passage. Während das Gebäude zur Nikolaistraße völlig neu entworfen wurde, wurde das Strohsack-Gebäude an der Ritterstraße während des Passagenbaus weitestgehend abgebrochen und rekonstruiert. In der Bausubstanz erhalten blieb hier die barocke Fassade der ersten beiden Geschosse.[3]




    1990 war an dieser Stelle der Nikolaistraße nur eine BRACHE zu sehen.


    Das rekonstruierte Gebäude "Strohsack" in der Ritterstraße ist nun schon mehr als zwanzig Jahre alt.






    Die modernen Baustoffe scheinen nicht für Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte bestimmt zu sein und fallen einfach ab.



    Eigene Fotos.

  • Hm!! Das finde ich aber richtig seltsam, solchen örtlich abfallenden Putz. Wie kommt so etwas zustande? Ist der Untergrund Beton, so daß der Putz nicht richtig hält, oder etwas anderes? Auf der Fassade hält es ja, warum nicht auf dem Erker?

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    Am Strohsack dürfte eh eine Sanierung wenn nicht gar ein Umbau anstehen. Dann sollte das zu beheben sein.



    In den 1980er Jahren wurde auf einer Kriegsbrache Nikolaistraße/Grimmaische Straße ein Neubau errichtet. Integriert wurde eine Rekonstruktion eines ECKERKERS des im II. Weltkrieg zerstörten FÜRSTENHAUSES.



    Kürzlich wurde das Haus umgebaut und hat eine einheitliche Fassadengestaltung erhalten.



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    In der Phase der Anarchie 1990/1991 bot die GRIMMAISCHE STRASSE das Bild eines wilden ORIENTMARKTES.


    Im Coronawinter 2021 geht es deutlich ruhiger zu.



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    Edit:


    TEPPICHE und TEPPICHBÖDEN scheinen damals echt der RENNER gewesen zu sein. Später erfolgte der Verkauf in "FLIEGENDEN BAUTEN".


    Die Angehörigen der SOWJETISCHEN BESATZUNGSTRUPPEN IN DEUTSCHLAND hatten wohl mehr Interesse an technischem Gerät.


    Eigene Fotos.

  • Als auf PLAKATEN noch Sprüche standen wie: "Hirn der Klasse - Sinn der Klasse - Kraft der Klasse - Ruhm der Klasse - Das ist die Partei", konnte man kaum Fotos machen, auf denen keine SOLDATEN zu sehen sind. Inzwischen gibt es im Osten Deutschlands keine Atomwaffen mehr und das Militär hat sich äußerst rar gemacht.


    Die BLECHBÜCHSE in Leipzig wurde abgerissen und dann wieder aufgebaut. Auf dem RICHARD-WAGNER-PLATZ parken keine Autos mehr.






    Statt Propaganda aufzustellen werden Kriegslücken geschlossen, wie hier in der PFAFFENDORFER STRASSE.




    Eigene Fotos.

  • Alle wollen wieder raus aus ihren vier Wänden. Ganz so vielfältig wie vor Corona war die GASTROLANDSCHAFT zu Ostzeiten nicht. Aber in Steibs Hof konnte man die Tagesbar Blaufuchs besuchen, im Fregehaus gab es die FLEDERMAUSBAR. Gegenüber dem Oelssners Hof, in der NACHTBAR ORION, sah man gar Gäste aus Unna anreisen.


    Inzwischen gibt es neue Hotels, die noch nie Gäste empfangen haben. Wer weiß, über was wir in den nächsten Jahren hier diskutieren.



    OELSSNERS HOF hat einen Mix an Mietern. Der Italiener war ganz in Ordnung. Wenn ich das richtig gesehen habe, wird er gerade aufgefrischt.


    Sowohl in der Nikolaistraße,...





    ...in der Passage...





    ...als auch in der Ritterstraße kann man den Umfang der stattgefundenen Rekonstruktionen erkennen. Das gesamte Dachgeschoß und ein Teil der nördlichen Hofgebäude sind neu.




    Eigene Fotos.

  • Diese sehr steilen, zweigeschossigen Mansarddächer wie beim zuletzt gezeigten Oelssners Hof, dann noch mit Titan-Zink versehen, sind so ein Trick aus der Trickkiste, die Dachgeschosse bis zum äussersten Centimeter auszreizen. In der Kaiserstrasse in Frankfurt a. M. grassiert diese Unsitte auch. Ich frage mich, weshalb dies bewilligt wird. Unpassende, grobschlächtige Gauben und Dächflächenfenster gehen dann meistens mit einher.

    Umbau Kaiserstr. 56

    Neubau Kaiserstr. 58

    Auch Kaiserstr. 51, 53 und 75/77 haben soclche misslungenen Dächer. Wird einmal ein solches Dach bewilligt, kommt schon das nächste...

  • Diese sehr steilen, zweigeschossigen Mansarddächer wie beim zuletzt gezeigten Oelssners Hof, dann noch mit Titan-Zink versehen, sind so ein Trick aus der Trickkiste, die Dachgeschosse bis zum äussersten Centimeter auszreizen. In der Kaiserstrasse in Frankfurt a. M. grassiert diese Unsitte auch.

    Wobei es zwischen der Leipziger Ritterstraße und der Frankfurter Kaiserstraße doch einige Unterschiede gibt. Von der Straßenebene aus sind die Dachgeschosse von Oelßners Hof nur mit Verrenkungen zu sehen.


    Ich kenne mich mit Dachwerkstoffen nicht besonders gut aus. Wie Titan-Zink sieht das Blech eigentlich nicht aus.Ich wage die Prognose, dass in ein paar Jahren die Farbe grün dominieren wird.





    Dem Hôtel de Pologne in der Hainstraße hat man ein blechverkleidetes Staffelgeschoß aufgesetzt. Das Gebäude ist saniert.




    Das Staffelgeschoß dürften nur Eingeweihte bemerken.



    Eigene Fotos.

  • Im Sommer könnte man ja wieder auf das Unihochhaus gehen und schauen, was sich in der Leipziger Innenstadt so getan hat.


    Solche Veränderungen wie in den letzten 40 Jahren wird es nicht mehr geben. 1977 waren noch jede Menge Brachen vorhanden und der nördliche Flügel vom STÄDTISCHEN KAUFHAUS war hohl.



    Fotos aus 2014





    MARKT und Altes Rathaus haben deutlich an Farbe gewonnen.






    Genau wie der Bereich zwischen dem ehemaligen SACHSENPLATZ und NIKOLAISTRASSE/RITTERSTRASSE:





    2014 wurden die Kupferbleche noch auf die Dachkonstruktion von Oelßners Hof montiert.



    Eigene Fotos.