St. Gallen - Rorschacher Str. 1 bis 25 - Die erste planmässige Überbauung ausserhalb der Altstadt ab 1791

  • 7.1 Der dritte Häuserblock mit Nr. 17 bis 23:



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    100) Google Street View 2016 von Norden. Rorschacher Str. 17-23 (von rechts). Rechts der Brühlweg, links unten das Stadttheater.


    Nachdem die ersten beiden Häusergruppen 1798 vollendet waren, konnte die zweite Etappe mit Nr. 17-23 in Angriff genommen werden. Diese vier Häuser weisen eine rund zwei Meter grössere Breite und Tiefe als die Bauten der ersten Etappe auf. Offenbar waren die vorgegebenen Gebäudetiefen zuerst zu knapp bemessen, um gut funktionierende Wohnungen und Erschliessungen zu erreichen. Nicht umsonst erhielten alle Häuser der zweiten Häusergruppe Nr. 9-15 später rückseitige Erweiterungen.


    Von den ursprünglichen Hinterhäusern haben nur die mittleren zwei bis heute überdauert. Auch sie haben eine grössere Tiefe als die Nachbarn im Westen. Gartenseitig sind zudem je zwei Trakte, möglicherweise ein Gartenhaus und einen Schopf enthaltend, angebaut. Bei Nr. 17 richten sich die jüngeren Hofbauten auf den Brühlweg aus. Das Hinterhaus von Nr. 23 fiel um 1964/65 dem Neubau des Stadttheaters zum Opfer, das in die Gärten von Nr. 23 und 25 (Scherrersche Villa, heute Jugendmusikschule) "hineingepflanzt" wurde.





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    101) Rorschacher Str. 17-23 von Westen.


    Bei allen vier Bauten sind die Erdgeschosse noch original erhalten. Die Hauseingänge der beiden Kopfbauten sind an den Schmalseiten angeordnet, wo zudem die Dächer mit vollen Giebeln versehen und nicht wie bei den westlichen Bauten abgewalmt sind. Die breiten Quergiebel auf jedem Haus verleihen der Reihe vielmehr einen klassizistischen als barocken Charakter wie bei Nr. 1-15, wo die Quergiebel nachgewiesenermassen eine nachträgliche Zutat sind. Über dem Hausportal von Nr. 17 prangt ein Schlussstein mit den Jahrzahlen "1798 / 1802", der wahrscheinlich erst aus den 1950er-Jahren stammt. Auf die beiden Jahrzahlen stösst man immer wieder in der Literatur, aber Genaueres wie Baubeginn, Baufertigstellung etc. weiss niemand. Offensichtlich wurde immer wieder abgeschrieben…





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    102) Rorschacher Str. 17-23 von Osten.





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    103) Rorschacher Str. 17-23 von Osten.


    Lange konnte ich mich nicht entschliessen, anstelle des vorangehenden Bildes dieses zu wählen. Für eine Dokumentation ist diffuses Licht nämlich vorteilhafter, damit Details nicht in kontrastreichen Schatten verschwinden. Auch für die Beurteilung von neuen Farbgebungen ist die Betrachtung bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen erforderlich.





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    104) Rorschacher Str. 17-23 von Osten vor fünf Tagen bei Schneefall.





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    105) Rorschacher Str. 17-23 vom Kantonsschulpark aus vor fünf Tagen bei Schneefall.





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    106) Rorschacher Str. 17.


    Bis auf den Ersatz der Fenster, Fensterläden und Dachziegel ist diese Fassade seit über zweihundert Jahren unverändert geblieben. Das Gurtsims mit dem kannelierten Band darunter könnte eine nachträgliche Zutat sein.





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    107) Rorschacher Str. 19.


    Das Haus trägt als einziges der Reihe einen Namen, der allerdings erst beim letzten Umbau kurz vor 1990 angebracht wurde. Es ist eigenartig, dass die Häuser nicht mit Namen versehen wurden. In der Altstadt war es wie andernorts üblich, den Häusern einen Namen anstatt eine Hausnummer zu geben. Gerade im 19. Jahrhundert ist eine Renaissance der Hausnamen festzustellen, die aber alle eher schöngeistiger Natur entsprangen (Harmonie, Gerechtigkeit, Fortuna etc.). Die Frage der fehlenden Hausnamen muss vorerst offen bleiben.


    Der breite Quergiebel mit leider zu klein geratenen Fenstern wurde erst beim letzten Umbau aufgesetzt. Die Farbgebung ist auch zu kontrastreich ausgefallen.





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    108) Rorschacher Str. 21.


    Die Fassade erhielt gegen 1900 einen historistischen Dekor, der das Haus überladen machte und wohl deshalb wieder entfernt wurde (s. Abbildung im übernächsten Beitrag). Davon übrig geblieben sind noch Reste am Erdgeschoss (Portal, Granitsockel, Fensterschlusssteine) und durchgehende Fenstersimse an allen Obergeschossen. Wohl gleichzeitig mit diesem Dekor wurde der Quergiebel anstelle eines einfachen Dreieckgiebels aufgesetzt.





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    109) Rorschacher Str. 23.


    Nr. 23 ist als einziges Gebäude der ganzen Zeile bis zur Traufe massiv errichtet worden. Nur die Giebelwand besteht aus konstruktivem Fachwerk. Die sichtbaren und unregelmässig hohen Sandstein-Eckquader passen nicht mehr so in die Zeit um 1800, weshalb ich gerade beim Gebäude, wo die kantonale Denkmalpflege lange drin beheimatet war, ein doppeltes Fragezeichen setze.





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    110) Giebelwand und Hauseingang mit Portikus von Rorschacher Str. 17 vom Brühlweg aus.


    Die Rückseiten und Hinterhäuser sind am besten von Brühlweg aus und hinter dem Stadttheater zu sehen.





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    111) Das 1968 eröffnete Stadttheater vom Brühlweg aus über die Gärten von Rorschacher Str. 17-21 hinweg gesehen.

  • Wobei das im letzten Jahr vor 50 Jahren eröffnete und von der Architektur und Innenraumgestaltung noch komplett erhaltene Stadttheater in der Bevölkerung mehrheitlich sehr geschätzt wird. Gleichzeitig wurden auch die neuen Universitätsbauten auf dem Rosenberg - ebenfalls alles Sichtbetonbauten - eröffnet. Diese stehen heute berechtigterweise unter Denkmalschutz und wurden vor zehn Jahren auch dementstprechend saniert und erneuert. Das Stadttheater bekam vor zwanzig Jahren eine Betonsanierung verpasst, bei der am Schluss alles geschlämmt und somit der Ausdruck des Sichtbetons zerstört wurde.


    Die Innenraumabfolgen mit Garderobe, Foyer, Wandelgängen und Zugangstreppen zum Theatersaal sind ineinander verschmolzen und haben eine hohe Aufenthaltssqualität. Für mich ist das Theater, an dessen Rohbau mit seinen unzähligen Holzschalungen ich mich noch schwach erinnern kann, ein modernes Bauwerk, das seit einem halben Jahrhundert geschätzt wird und immer noch funktioniert. Die bevorstehende Sanierung und behutsame Vergrösserung werden dem Rechnung tragen.


    Siehe Bilder bei stadttheater st. gallen - Google-Suche

  • Auf das Stadttheater möchte ich in einem separaten Beitrag zurückkommen. Schon in früheren Beiträgen wollte ich zuerst Fotos mit dem Stadttheater im Hintergrund zeigen, weil es einen schwerwiegenden Eingriff in die Struktur der Rorschacherstrasse-Überbauung bedeutete. Solche Bilder hätten aber zu fest vom Strangthema abgelenkt, weshalb ich sie dann aussortierte. Fairerweise hätte ich auch Aufnahmen von der Eingangsseite und der Seite zum Stadtpark hin zeigen müssen, damit man über seine Qualität diskutieren kann.


    Ich habe jetzt noch folgende Beiträge vor:

    - Nr. 17-23 Rückseiten und Hinterhäuser heute

    - Nr. 17-23 historische Bilder

    - Nr. 25 heute

    - Nr. 25 historische Bilder

    - Stadttheater

    - Hinterhaus 9a

    - Ausblick für weitere Forschungen.


    Trotzdem lasse ich noch ein Bild mit Blick von der Rorschacher Strasse zwischen der eben vorgestellten Nr. 23 und Nr. 25 her folgen, wo man auf die Rückseite des Theaters sieht. Der Beton ist hier konsequent als einziges Material der Aussenhülle verwendet worden. Die Holzfenster treten durch den dunkelgrünen Anstrich in den Hintergrund; nur die Eingangstüren und die Glasfassade vom Foyer zum Stadtpark hin sind weinrot gehalten (auf diesem Bild nicht sichtbar). Wäre das Theater zehn Jahre später gebaut wären, hätte man wahrscheinlich noch orangerot gestrichene Handröhrenläufe, Naturholzfenster, hellgrüne Rollladenblenden, blaue Abluftkamine etc. hinzugegfügt... alles hätte das Wesen eines reinen Sichtbetonbaus beeinträchtigt. Und genau die konsequent alleinige Verwendung des Betons ist hier gelungen.


    Auf dem Bild sieht man auch die Folgen der Betonsanierung: vorne die senkrechten Flickstellen infolge korrodierter Armierungseisen, rechts zwei gänzlich underschiedliche Flächen, und der Bühnenturm dick geschlämmt, sodass heute anstatt der Betonsschalungsstruktur die einzelnen Arbeitsgänge des Schlämmens ins Auge stechen...



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    112) Blick von der Rorschacherstrasse her zwischen Nr. 23 und 25 auf die Rückseite des Stadttheaters.

  • 7.2 Die Rückseiten von Nr. 17-23:



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    113) Brühlweg und Vorplatz von Rorschacher Str. 17.


    Der Hofraum von Nr. 17 wird durch ein neues Holzlattentor verschlossen. Seine Form erinnert an die ursprünglichen Holzeinfriedungen entlang der Museumstrasse. Durch Tore und angebaute Gartenhäuschen war dort die geradlinige Kontur aufgelockert.





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    114) Brühlweg mit Hinterhaus Rorschacher Str. 17a.


    Das dazugehörende Hinterhaus Nr. 17a wurde gemäss Bilddokumenten zwischen 1863 und 1889 anstelle eines Vorgängers neu gebaut. Den Vorgänger sieht man auf Abb. 75 (unterhalb der Gaslaterne).





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    115) Hofabschluss von Rorschacher Str. 17, dahinter die Hofbauten von Nr. 19 und 21.


    Die anderthalb-geschossigen Hofbauten von Nr. 19 und 21 stammen wohl noch aus der Bauzeit der Vorderhäuser um 1800.





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    116) Rorschacher Str. 19, 17 und 15 von der Museumstrasse her.





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    117) Rorschacher Str. 17 und 15 von der Museumstrasse her.





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    118) Rorschacher Str. 17-23 (von rechts) vom Stadttheater her.





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    119) Hinterhaus von Nr. 21 mit der Abbruchwand, wo früher das Hinterhaus von Nr. 23 folgte. Im Hintergrund Nrn. 17-21 (von rechts).


    Dem Neubau des Stadttheaters ab etwa 1964 mussten die Hinterhäuser von Nr. 23 und 25 weichen. Ersteres schloss in gleicher Flucht an jenes von Nr. 21 an und hatte auch gartenseits zwei Anbauten.





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    120) Rückseite von Rorschacher Str. 17-23 (von rechts).


    Nr. 21 hatte auch nachträglich einen Treppenhauserweiterung erhalten. Fremd wirkt der zweigeschossige schlanke Quergiebel von Nr. 19. Sein oberes Geschoss wurde erst beim letzten Umbau in den 1980er Jahren aufgesetzt. Vorher sah der Giebel gleich wie jene von Nr. 1 und 3 aus.





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    121) Historische Pflästerung im Hof von Nr 19.





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    122) Rorschacher Str. 23 vom Stadttheater her.


    Dass Nr. 23 ein massiv gebautes Gebäude ist, sieht man an der Rückseite besonders gut, wo zwischen den Fenstern breite Mauerpfeiler bestehen. Entscheidend für den Steinbau sind jedoch die Eckquader und Fenstergewände aus Sandstein. Ich vermute aber, dass anstatt der sichtbaren Eckquader ursprünglich Lisenen vorhanden waren. Hervorzuheben ist auch der Hauseingang mit ursprünglichem klassizistischem Türgewände und die beiden einkomponierten Fenster darüber.

  • 7.3 Historische Ansichten von Nr. 17 bis 23:



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    123) Rorschacher Str. 1-25. Ausschnitt aus dem Panorama vom St. Laurenzen-Kirchturm aus. Aquatinta von 1835/36 von J.B. Isenring.


    Das Panorama ist wahrscheinlich die erste Darstellung der damals rund 35-jährigen Bauten 17-23. Demnach hatten die beiden Kopfbauten schon damals breite Quergiebel; Nr. 19 hatte gar keinen und Nr. 21 einen breiten Dreiecksgiebel direkt über der Traufe. Die letzte Anordnung mit einem fast hausbreiten Dreiecksgiebel ist in St. Gallen sehr ungewöhnlich.





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    124) Rorschacher Str. 15-25 (von rechts) gegen die Museumstrasse. Ausschnitt aus einer Lithografie von C. Doderer mit dem "Eidgenössischen Freischiessen in St Gallen im Juli 1838". Kantonsbibliothek St. Gallen.


    Auf der Rückseite bot sich bezüglich der Dachaufbauten dasselbe Bild wie vorne, nur dass Nr. 19 hier wie Rorschacher Str. 1 und 5 einen schmalen Aufzugsgiebel besass. In den Quergiebel von Nr. 17 ist ein Aufzugstor integriert, wie es auch rechts bei Nr. 15, das vorne bis heute keinen Quergiebel aufweist, der Fall ist. Vor diesen beiden Bauten sieht man zudem die Hinterhäuser; jenes von Nr. 15 in der heutigen Form und jenes von Nr. 17 mit einem Satteldach und wahrscheinlich beidseitig mit Quergiebeln.





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    125) Rorschacher Str. 1-25 (von rechts). Ausschnitt aus einer Aquatinta von J.B. Isenring mit dem "Eidgenössischen Freischiessen in St Gallen im Juli 1838". Kantonsbibliothek St. Gallen.


    Vom Freischiessen wurden einige Ansichten angefertigt und meistens die Häuserzeile mit abgebildet. Die Hausumrisse sind auf allen identisch gezeichnet.





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    126) Brühlweg mit den Hinterhäusern 15a und 17a 1863. Ausschnitt aus Abb. 75 von J. J. Rietmann.


    Die Bleistiftzeichnung von Rietmann mit dem "Café Scherrer", Rorschacher Str. 15, zeigt auch einen Blick in den Brühlweg, wo die beiden Hinterhäuser 15a und 17a stehen. Wie in Abbildung 124 zeichnete auch Rietmann für letzteres eine eingeschossige Baute unter Satteldach mit Quergiebel.





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    127) Rorschscher Str. 15-25. Ausschnitt aus einer Bleistiftzeichnung von Johann Jacob Rietmann, 1863 (Abb. 19).


    Im gleichen Jahr zeichnete J.J. Rietmann eine Ansicht des kurz zuvor neugestalteten Kantonsschulparks. Im Hintergrund hielt er Rorschscher Str. 15-25 unverändert im Vergleich mit Isenrings Panoramadarstellung von 1835/36 fest. Vorne rechts sieht man die Gartenseite von Rorschacher Str. 28, dem "Brühlgarten", das leider um 1970 einer Strassenverbreiterung, Fussgängerunterführung und Erweiterung der Sporthallen der Kantonsschule Platz machen musste. Zusammen mit der Scherrschen Villa Rorschacher Str. 25 gehörte es in die Bauepoche von Nr. 17-23.





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    128) Rorschacher Str. 13-21 1883. Ausschnitt aus Abb. 51.


    Auf der Fotografie von 1883 vom St. Laurenzen-Kirchturm aus haben die Nrn. 17-23 das gleiche Aussehen wie fünfzig Jahre zuvor auf dem Panorama Isenrings.





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    129) Rorschacher Str. 19 und 17. Rückansicht mit den Gärten an der Museumstrasse, 1889. Ausschnitt aus Abb. 62.


    Auf der grossformatigen Fotografie von 1889 sind wenigstens noch die Häuser Nr. 17 und 19 abgebildet. Nr. 19 hatte Fenster mit einer 16er-Sprossenteilung, die bis in die 1980er Jahre überlebten. 180-jährige Fenster sprechen für die Qualität, mit der die Häuser erbaut wurden.


    Im Garten von Nr. 17 steht bereits das heutige Hinterhaus sowie das in die Garteneinfriedung integrierte, nicht mehr vorhandene Gartenhäuschen. Bemerkenswert im Garten von Nr. 19 ist das zweigeteilte Hinterhaus mit je einem Anbau, wie es heute noch der Fall ist. Das achteckige Gartenhäuschen in der Mitte existiert ebenfalls noch, während die beiden Eckpavillons (in der Abbildung nur der westliche sichtbar) mit dem Ersatz der Garteneinfriedungen gegen 1900 verschwanden, gleichzeitig mit dem Gartenhäuschen von Nr. 17.





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    130) Rorschacher Str. 1-23. Ungelaufene Ansichtskarte vor 1925. Bauarchiv der Stadt St. Gallen.


    Den aufgestockten Quergiebel hatte Nr. 21 sicher erst nach 1889 erhalten, und gleichzeitig wohl auch die die Fassade "bereichernde" Architekturgliederung in Neurenaissance. Auf dieser Fotografie sieht man deren störende Wirkung auf das Gesamtbild der Zeile. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurde sie wieder entfernt. Nr. 23 zeigt hier noch quadrierte Ecklisenen anstelle der heutigen unregelmässigen Eckquader. Der Hofraum zwischen Nr. 23 und 25 war mit einem Eisengitter und zwei Toren gegen die Strasse abgeschlossen.

  • 8.1 Rorschacher Str. 25:



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    131) Rorschacher Str. 1-25 von Osten.


    Seit 1800 präsentiert sich der Auftakt ins Stadtzentrum von Osten beinahe unverändert so, ausser dass die Strasse breiter geworden ist. Den Anfang bildet die Scherrersche Villa, Rorschacher Str. 25, zwar in der Flucht der ganzen Häuserzeile stehend, aber trotzdem als Solitär errichtet. Auch wenn der baugeschichtliche Zusammenhang noch nicht geklärt ist, steht das Haus mindestens räumlich im Bezug zur ganzen Zeile, anders als die gleichzeitig entstandenen Landsitze und Villen in der Nachbarschaft (Brühllaube, Gärtli, Brühlgarten). Heute befindet sich darin die Jugendmusikschule.





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    132) Rorschacher Str. 25 von Osten.


    Eine baugeschichtliche Würdigung hat das Haus noch nie erfahren. In der Literatur findet man nur wenige, immer wieder voneinander abgeschriebene Hinweise auf das mutmassliche Baudatum um 1810/20, dass der Bauherr Johann Jacob Scherrer hiess, und dass ihm ein grosser Teil des Unteren Brühls als private Parklandschaft gehörte. Letztere kam 1872 in den Besitz der Stadt, welche den Park für die Öffentlichkeit als Stadtpark zugänglich machte. Auf dem Hartmann-Plan von 1809 (Abb. 20) ist das Haus bereits mit der Nr. 94 eingezeichnet. Vorher standen an der Rorschacher Strasse vom Brühltor bis zum Haus Nr. 31 keine Gebäude, wodurch es sich nur um die Scherrersche Villa handeln kann. Auch im Lagerbuch (Brandassekuranzregister) von 1820 hat es die Nr. 977, eine Nr., die es schon bei der Gründung der Kantonalen Feuerversicherungsanstalt (heute GVA) 1807/08 erhalten hatte. Der bauzeitliche Zusammenhang der Villa mit der Zeile ist also gegeben.





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    133) Rorschacher Str. 1-25 von Süden.


    Das Haus hatte auch einige historistische Zutaten erhalten, die aber schwer vom Originalbestand abzugrenzen sind. Bis vor wenigen Jahren waren die Fassaden auch entsprechend gestrichen: die Wandflächen wie heute hellgrau und weiss, aber die Architekturglieder in einem Ziegelrot und die Fensterläden grau. Diese Fassung wurde in den 1980er Jahren aufgrund von Farbuntersuchungen dem historistischen Zustand zugeordnet und rekonstruiert. Die heutige Fassung mit weiss, grau und grün dürfte dem Urzustand im Klassizismus ohne die historistischen Zutaten entsprechen.





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    134) "Doppelter" Hauseingang im Westen.


    Stilistische Gründe haben dazu geführt, den Hauseingang nicht mittig zu setzen, sondern wie die Doppelfenster darüber auch doppelt zu erstellen. Die linke Türe ist blind.





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    135) Rückseite von Nordwesten.


    Das Umfeld der Rückseite - einst die Gartenseite - ist nicht besonders attraktiv. Sie wird durch die Rückseite des Stadttheaters geschmälert und der verbliebene Hofraum zusammen mit jenem von Nr. 23 als Parkplatz und zum Umschlag verwendet. Ein Teil ist für die Zwecke des Theaters unterkellert, weshalb zwei Oberlichter die Ödnis "auflockern".





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    136) Freitreppe an der Rückseite.





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    137) Späterer Verandaanbau im Osten, davor der Abgang zur Fussgängerunterführung unter der Rorschacher Strasse.





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    138) Späterer Verandaanbau im Osten.


    Auch wenn der Rückseite der Scherrerschen Villa ein minimaler Vorplatz zugestanden wird, so zeigt der Hofraum die Problematik des fehlenden Zusammenspiels verschiedener Grundeigentümer und Nutzer, in diesem Fall überall die öffentliche Hand: Stadt St. Gallen, Kanton St. Gallen, Jugendmusikschule, Kantonsarchäologie und Theater.





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    139) Hofraum zwischen der Villa und dem Stadttheater mit Blick auf die Höfe von Nr. 17-23.





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    140) "Bushaltestelle Stadttheater".


    Der Bildtext stimmt nicht mehr ganz: Die Bushaltestelle wurde vor ein paar Jahren stadteinwärts vor das Haus Nr. 23 versetzt und wieder ein oberirdischer Fussgängerübergang geschaffen. Seither ist die Fussgängerunterführung praktisch verwaist, das alte Haltestellendach unbenutzt und die Reklametafeln werden nicht mehr beachtet. Auch die Verkehrsleittafel ist überflüssig geworden, nachdem man seit über zehn Jahren 200 m weiter nicht mehr geradeaus in die Altstadt hineinfahren, sondern nur noch nach rechts abbiegen darf. Weshalb ausgerechnet an der exponierten Ecke eine Kiste für den Winterdienst stehen muss, erschliesst sich mir auch nicht. Ein paar Meter weiter folgt die nächste Kiste, ein WC-Container.


    Der Baum, um den alle diese Schönheiten gruppiert sind, ist einer von 17 Mammutbäumen (Sequoia) in der Stadt.

  • Die Scherrersche Villa ist so ein Idealbild der Schweiz meiner Kindertage: mit schönen, eleganten Häusern, die sichtbaren Wohlstand verkünden. Der Betonkastenboom ging zwar damals schon los, aber er hatte sich noch nicht so weit vorgefressen.

  • 8.2 Historische Ansichten von Nr. 25:



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    141) Rorschacher Str. 25. Ungelaufene Ansichtskarte um 1910, Verlag G. Metz, Basel, Sammlung Riegel.


    Die Scherrersche Villa, später auch Villa Grossmann genannt, sah vor hundert Jahren genau gleich aus wie heute. Den starken Kontrasten nach vermute ich, dass sie zu diesem Zeitpunkt die Farbgebung mit ziegelroten Architekturgliedern aufwies, wie sie unter Abb. 133 beschrieben ist. Der Hofraum zur Seite von Nr. 23 hin ist mit einem Eisengeländer samt Tor und Sandsteinsäulen abgeschlossen. Auch der Garten ostseits ist mit einem Eisengeländer auf Steinsockel eingefasst. Dieses dürfte entstanden sein, als der Park 1872 in den Besitz der Stadt überging und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Damals wurde auch die Blumenaustrasse zwischen Villa und Park angelegt, was den Abbruch der alten Mauer erforderte. Der Verandaanbau erfolgte gegen 1900.





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    142) Rorschacher Str. 25 von Süden. Bleistiftzeichnung um 1860 von J. J. Rietmann, Historisches Museum St. Gallen.


    J. J. Rietmann hielt als erster die Hauptfront der Villa aus der Nähe fest. Bei genauer Betrachtung fallen an den Fassaden ein paar Unterschiede zu heute auf: das Giebelfeld ist noch nicht stuckiert, die Fenster haben eine 16er-Sprossung, und das Dach ist mit einem First anstelle der Dachterrasse ausgebildet. Die Brüstungsfelder und Dreiecksgiebel an den Fenstern des 1. Obergeschosses sind bereits vorhanden und demnach wohl ursprünglich. Die Fensterbänke am Erd- und 2. Obergeschoss haben noch keine Konsolen, und die Seitenfassade ist noch schmucklos, was aber anhand weiterer früher Abbildungen verifiziert werden muss.


    Der Hofraum links zeigt ein Eisengeländer ohne Sandsteinsäulen, während den Zugang zu Nr. 23 ein Holztor abschliesst. Das dort stehende Denkmal mit einem Obelisken auf vier Kugeln ist für ein Privatgrundstück ungewöhnlich. Auffallend ist die sehr hohe Mauer gegen Osten, die zudem gegenüber der Fassade vorspringt und den Charakter einer Bastion hat. Dem Einschnitt gemäss scheint es, dass das Niveau des Gartens dahinter viel höher liegt als die Strasse und der Park. Abbildung 146 zeigt aber, dass dies nicht der Fall war.


    Bei dieser Skizze erkennt man die Zeichentechnik Rietmanns. Seine Skizzen arbeitete er selten ganz fertig aus, sondern beschränkte sich auf die Detaillierung nur einer einzelnen Fensterachse oder anderer Teilbereiche. Oft dienten ihm solche Skizzen als Vorlage für kräftige Bleistiftzeichnungen, die bis ins Detail ausgearbeitet und nicht selten weiss gehöht sind.





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    143) Rorschacher Str. 25 von Norden. Bleistiftzeichnung um 1860 von J. J. Rietmann, Kantonsbibliothek St. Gallen.


    Die Rückseite erscheint im Bereich der Fenstergewände ebenfalls schmucklos. Vom Portal führt wie heute eine zweiläufige Treppe in den Garten hinab, wo heute das Stadttheater steht.





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    144) Rorschacher Str. 33 und 28, links angeschnitten der Garten von Nr. 25. Anonymes Aquarell zwischen 1832 und 1836, Historisches und Völkerkundemuseum St. Gallen.


    Das Museum konnte kürzlich im Handel ein anonymes Federaquarell unbekannten Zeitpunktes erwerben. Es tönt fast unmöglich, aber die Öllaterne lieferte den ersten Hinweis, dass hier Rorschacher Str. 31 (ehem. Café Burkhard, heute Ludothek) und 28 (Brühlgarten, 1969 abgebrochen) abgebildet sind. Die Laterne wurde 1832 als eine der ersten in der Stadt hier aufgehängt. 1836 wurde am unteren Ende des Kantonsschulparks, also auf der Wiese im Vordergrund, ein Denkmal für Oberst J. Forrer aufgestellt, das auf der Zeichnung noch nicht vorhanden ist. Somit konnte das Bild zeitlich sehr genau eingegrenzt werden.


    Links ist wiederum die Gartenmauer von Nr. 25 mit dem Einschnitt zu sehen. Sie wurde wohl 1872 für den Bau der Blumenaustrasse abgebrochen und durch die Einfriedung auf Abbildung 141 ersetzt.





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    145) Rorschacher Str. 33 mit Gewitterstimmung 2017.


    Unterhalb der Kurve war die Vorstadt seit dem 17. Jahrhundert wieder dichter bebaut, da hier die Steinach, St. Gallens kleiner Stadtfluss, offen floss und viele Kleingewerbebetriebe anzog. Trotz der Steinachüberwölbung 1893/94 und der anschliessenden Errichtung grossstädtischer Bauten überdauerten viele dieser Jahrhunderte alten Kleinbauten bis in die 1950er Jahre. Davon ist heute nur noch Rorschacher Str. 35 erhalten. Am rechten Bildrand der Nachfolgebau (nur Anbau an die Turnhalle) des 1969 abgerissenen "Brühlgartens", Rorschacher Str. 28. Seine Gebäudeecke stünde heute an der linken Seite der Bushalt-Zickzacklinie.





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    146) Die Scherrersche Villa von Nordosten um 1820. Aquarell von J. J. Biedermann, reproduziert im Jahrbuch "Die Gallusstadt 1946".


    Die noch fast neue Villa scheint hier zu vereinfacht dargestellt. Betrachtet man die restlichen Bauten - links die Liegenschaft "zum Gärtli" anstelle der heutigen Kantonsschule, die Kathedrale, und rechts Rorschacher Str. 17-23 - so sind diese recht genau wiedergegeben. Bei Nr. 23 sieht man sogar eine Ecklisene. Trotzdem scheint es irgendwie unvorstellbar, dass die Fassaden von Nr. 25 so kahl waren und nicht einmal Ecklisenen aufwiesen. Die genaue ursprüngliche Gestaltung der Fassaden muss vorerst noch offen bleiben.


    Dafür gibt Biedermann eine Innenansicht der östlichen Gartenmauer. Das Bodenniveau lag demnach nicht höher als die Strasse und der Park. Anfangs vermutete ich, dass hier der Kelleraushub für einen höher gelegenen Ziergarten deponiert wurde. Kühe werden im Park wohl nicht geweidet haben, hingegen sind Schafe als 'natürliche Rasenmäher' vorstellbar. Tiere waren eine beliebte Staffage Biedermanns (1763-1830) in seinen zahlreichen Werken. Die Datierung "um 1820" erfolgte aufgrund der Grösse des Bewuchses im Kantonsschulpark (1801) und gegen Nr. 23 (1798/1802).





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    147) Rorschacher Str. 25 mit der Blumenaustrasse vom Stadtpark aus 1920. O. Rietmann, Kantonsbibliothek St. Gallen.


    Zwischen dieser und der letzten Ansicht liegen hundert Jahre. 1872, als der Park in städtischen Besitz überging, wurde die Blumenaustrasse von der Notkerstrasse bis zur Rorschacher Strasse verlängert, sodass die Villa vom Park abgeschnitten wurde. Den vornehmen Villencharakter unterstrich die neue Einfriedung entlang der neuen Strasse. Die Blumenaustrasse wurde um 1940 in einen Parkweg umgewandelt und die Einfriedung bei der Eröffnung des neuen Stadttheaters 1968 entfernt, sodass die Villa wieder als Teil des Parks erscheint.





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    148) Rorschacher Str. 25 vom Kantonsschulpark aus um 1944/46. O. Rietmann, Kantonsbibliothek St. Gallen.


    Im Anschluss an die Hinterhäuser von Rorschacher Str. 17-23 folgte die Remise von Nr. 25, die aber quer zu ersteren stand, sodass der Giebel zur Rorschacher Strasse zeigte.





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    149) Rorschacher Str. 25 von Norden um 1944/46. O. Rietmann, Kantonsbibliothek St. Gallen.


    Der Garten nördlich der Villa verblieb bei ihr, bis anstelle seiner 1964-1968 das neue Stadttheater gebaut wurde. Dazu musste die Remise zusammen mit dem Hintergebäude von Nr. 23 fallen. Gegen die Museumstrasse bestand gemäss Stadtplänen zeitweise noch ein Gärtnerhaus/Orangerie, von dem aber keine Bilder bekannt sind.





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    150) Rorschacher Str. 25 von Norden um 1910. O. Rietmann, Kantonsbibliothek St. Gallen.


    Der Gartenausgang an der Nordseite erhielt einst mit runden Treppenstufen, Balustergeländer und Vordach in Eisen-/Glaskonstruktion eine historistische Umgestaltung, die später wieder rückgängig gemacht wurde. Gemäss der Zeichnung Rietmanns (Abb. 143) sind die Brüstungsfelder und Dreiecksgiebel am 1. Obergeschoss und die Fenstersimskonsolen an beiden andern Geschossen auch später entstanden.

  • 9. Das Stadttheater in den ehemaligen Gärten von Nr. 23 und 25:



    Das 1964 bis 1968 errichtete Stadttheater in Sichtbetonbauweise ist nicht Bestandteil der Häuserzeile entlang der Rorschacher Strasse. Wohl steht es in den ehemaligen Gärten von Nr. 23 und 25, aber räumlich wird es zum Museumsquartier gezählt. Das Museumsquartier ist die bedeutendste Wohnüberbauung des Historismus in der Stadt. Dort sind einige öffentliche Institutionen wie Museen, Schulhäuser, die Tonhalle und das Stadttheater angesiedelt. Auch die beiden Jahrmärkte finden dort statt.


    Wer bis jetzt die Geduld gehabt hat, sich in die Geschichte und das heutige Erscheinungsbild der Zeile an der Rorschacher Strasse einzulesen, mag vielleicht schockiert sein über diesen Eingriff. Ich verweise auf die vier Beiträge ab hier, anstatt alles zu wiederholen.



    Der Eingang befindet sich an der Museumstrasse an der Nordseite. Wegen der Ausrichtung und den Baustellen seit letztem Sommer war es nicht möglich, die Eingangssituation auf einer guten Aufnahme festzuhalten (wird nachgeholt). Es folgen nun unkommentierte Aufnahmen, wovon die beiden letzten schon in früheren Beiträgen gezeigt wurden:



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    151) Das Stadttheater von Osten um 1968/69, mit der ursprünglichen Betonoptik. Ansichtskarte Foto Gross, St. Gallen.


    (Foto Gross war ein Fotofachgeschäft über mehrere Generationen hinweg, das auch an der Rorschacher Strasse (Grossackerstr. 1) beheimatet war. Den gesamten Fotonachlass mit vielen Ansichtskarten-Sujets aus der ganzen Ostschweiz konnte kürzlich das Staatsarchiv St. Gallen erwerben.)





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    152) Ansicht der Eingangsseite von der Museumstrasse her.



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    153) Ansicht mit der Fensterfront des Foyers vom Stadtpark her.



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    154) Ansicht vom Brühlweg her.



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    155) Ansicht der Rückseite von der Rorschacher Strasse zwischen Nr. 23 und 25 her.

  • Die Vorstellung der Häuserreihe geht hier bald weiter. In der Zwischenzeit konnte archivalisches Material zu den Bauherren gesichtet werden, das aber noch einer Auswertung bedarf. Am 18. Mai fand in der städtischen Jugendmusikschule in Rorschacher Str. 25 anlässlich des 40-jährigen Jubiläums ein Tag der offenen Tür statt, was eine Gelegenheit für Innenaufnahmen bot. Vom abgebrochenen letzten originalen Hinterhaus von Rorschacher Str. 9 habe ich Skizzen zur Konstruktion angefertigt, die ebenfalls noch ausgewertet werden müssen.


    Den Abschluss wird ein Beitrag mit einer Quintessenz und einem Ausblick auf weitere Forschungstätigkeit bilden.